Deflation im Krisenstaat

Preisverfall in Griechenland verschärft sich

Griechenland bleibt das Sorgenkind der Eurozone: Das südosteuropäische Land rutscht immer weiter in die Deflation. Um die Industrieproduktion ist es ebenfalls nicht gut gestellt.
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Touristen auf der Akropolis in Athen: Griechenland kämpft mit der Krise. Quelle: dpa

Touristen auf der Akropolis in Athen: Griechenland kämpft mit der Krise.

(Foto: dpa)

AthenDie griechische Wirtschaft steckte im Oktober im zwanzigsten Monat in Folge in der Deflation fest. Nach Angaben der griechischen Statistikbehörde Elstat vom Montag sanken die Verbraucherpreise im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent. Nach dem von der EU verwendeten harmonisierten Verbraucherpreisindex lag der Rückgang bei 1,8 Prozent. Damit hat der Preisrückgang im Vergleich mit den vergangenen Monaten wieder deutlich zugenommen. Als Grund werden nach Medieninformationen vor allem die stark gesunkenen Heizölpreise (minus 17,9 Prozent) genannt. Bei einer Deflation handelt es sich um eine hartnäckige Abwärtsspirale mit sinkenden Preisen. Sie gilt als Gefahr für die Konjunktur, weil Konsumenten und Unternehmen in Erwartung weiter sinkender Preise Ausgaben und Investitionen hinauszögern.

  • rtr
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4 Kommentare zu "Deflation im Krisenstaat: Preisverfall in Griechenland verschärft sich"

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  • Die Wohlstandsexesse (nicht nur) Griechenlands nach Einführung eines viel zu festen Euro nebst der Bereitstellung einer ganzen Reihe von solventen erfolgreichen Länder ( z.B. Deutschland) hat die schon damals absehbaren - und vielfach öffentlich warnend geäußerten - Folgen.

    Die einen gehen Pleite, weil es an Produktivität mangelt - und der Fähigkeit dazu.
    Die wenigen anderen rutschen in die Pleite, weil ihre Steuerzahler all dies bezahlen.

    Diese zwingende Logik einer Gemeinschaftswährung unter verschiedensten eigenständige Staaten läßt sich nur durchbrechen mit jeweils eigenen nationalen Währungen.

    Die einzige Alternative ist außerhalb aller Realität: der Gemeinschaftsstaat.
    Die dafür nötige Aufgabe aller Souveränität wird kaum ein Land schaffen - die Menschen sind strikt dagegen.

  • Das wird Hr.Draghi gar nicht gefallen, er hat zwar gute Bedingungen für die Unternehmen und Verschuldete Staaten geschaffen. Aber die EBZ bedenkt nicht, wieso sollen die Unternehmen und Firmen Geld aufnehmen, oder Investitionen tätigen. Wenn sie wissen das die Länder die Menschen immer ärmer machen, durch Lohn stagnation, höheren und neuen Steuern und Angaben. Da konsumieren die Menschen viel weniger und halten ihr Geld zusammen. Da wäre die Politik gefragt, um besser Bedingungen für die Menschen zuschaffen. Aber in Europa gibt es zu viele Häuptlinge und viel zu viele lahme Indianer.

  • Ich verstehe das Problem auch nicht ganz.
    Der Liter Frischmilch kostet im Supermarkt fast 2 EUR, der Latte Macchiato im Café 3 EUR, das Pils 3,50 EUR. Das Preisniveau insbesondere bei Lebensmitteln, aber auch Mieten und Energie (zumindest Öl und Benzin) ist mindestens so hoch wie in Deutschland. Der Verdienst liegt aber gerade mal bei 1.000 EUR, wenn einer Glück hat. Ein junger Polizeibeamter kann davon nur träumen. Das aktuelle Preisniveau ist viel zu hoch. Deflation ist absolut notwendig!

  • Wie sonst soll Griechenland im Korsett des Euros seine Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen als durch die Binnenabwertung mittels deflatorischer Prozesse? Das, was hier passiert, ist absolut notwendig. Oder die Nordeuropäer halten die Griechen bis zum St. Nimmerleinstag aus. Sozialistische Politik eben: Leben auf Kosten anderer, anderer Früchte Arbeit und Leistung stehlen und mutwillig verteilen. Da sind alle Parteien in Deutschland gleich, es gibt kaum Unterschiede...

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