Der BDI basiert auf harten Fakten
Baltic Dry Index - Ein Export-Frühindikator

Der Baltic-Dry-Index (BDI) bildet die Frachtkosten auf den wichtigsten internationalen Schifffahrtslinien ab – und ist ein zuverlässiger Indikator für den Welthandel und die deutschen Exporte.

„Er läuft den deutschen Ausfuhren ein bis zwei Quartale voraus“, sagt Andreas Rees, Volkswirt bei der Hypo-Vereinsbank. Der BDI hat zwei große Vorteile: Er basiert nicht auf Stimmungsumfragen, sondern auf „harten“ Daten. Und anders als offizielle Exportzahlen ist er tagesaktuell verfügbar.

Ermittelt wird der BDI täglich von der Baltic Exchange, einem Frachtmarktplatz in London – die Preise hängen von Angebot und Nachfrage ab. Steigt der Welthandel, klettern Nachfrage und Preise. 98 % des interkontinentalen Handels laufen über den Seeweg.

Im Mai stieg der BDI so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr – im Jahresvergleich um 118 %. Damit macht er Hoffnung auf eine Belebung des Welthandels und der deutschen Exporte. „Der Pessimismus sollte daher nicht übertrieben werden“, sagt Rees. Allerdings: „Das Niveau des BDI ist durch Sondereffekte überzeichnet.“ Unter anderem hätten sich Firmen vor dem Irak-Krieg aus Angst vor Engpässen Frachtkapazitäten gesichert.

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