Der Indikator bildet die aktuelle Stimmung ab
R-Wort-Index zeigt die Rezessionsgefahr

Der R-Wort-Indikator gibt an, wie oft führende deutsche Wirtschaftsmedien – das Handelsblatt, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung – das Wort „Rezession“ benutzen. Der Index zeigt wachsende Rezessionsgefahr zuverlässig ein bis zwei Quartale im Voraus an.

Denn: „Wirtschaftsjournalisten reden mit Unternehmen, Politikern und Volkswirten“, erklärt Thomas Hueck von der Hypo-Vereinsbank. „Daher sind sie sehr nah am Puls der Zeit.“ Hinzu komme eine psychologische Komponente: „Wenn Zeitungsleser häufig das Wort Rezession lesen, kann dies die Stimmung belasten und den Abschwung verstärken.“

Der Indikator läuft der Konjunktur zwar nicht zwingend voraus, sondern bildet vor allem die aktuelle Stimmung ab. Aber er hat einen großen Vorteil: Der R-Wort-Index ist täglich verfügbar – offizielle Daten zum Wirtschaftswachstum gibt es dagegen erst mit großer Zeitverzögerung. Im Mai ist der R-Wort-Index nur minimal gestiegen. Er liegt deutlich unter dem Niveau der Rezessionsjahre 1993 und 2001 und spricht gegen einen akuten Konjunktureinbruch.

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