Deutlicher Zuwachs
Auftragslage für deutsche Industrie bessert sich

Nach einem enttäuschenden Jahresbeginn geht es mit der Auftragslage der deutschen Industrie wieder bergauf. Laut Bundeswirtschaftminsiterium stieg die Zahl der Bestellungen aus Aus- und Inland deutlich an. Das größte Plus konnten die Produzenten von Investitionsgütern verbuchen.

HB BERLIN. Im Vergleich zum Februar legte der Auftragseingang im März saisonbereinigt um 2,2 Prozent zu, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag mit. Aus dem Ausland kamen dabei 2,4 Prozent mehr Bestellungen, die Inlandsnachfrage legte um 2,0 Prozent zu.

„Das Ordervolumen war damit im März so hoch wie nie zuvor, abgesehen vom Stand im Dezember 2004, der durch außergewöhnlich umfangreiche Großaufträge begünstigt war“, erklärte das Ministerium. Im März hätten dagegen Großaufträge nur eine leicht überdurchschnittliche Rolle gespielt.

Den größten Zuwachs verzeichneten im März die Produzenten von Investitionsgütern mit einem Plus von 3,1 Prozent. Dabei legte die Inlandsnachfrage um 3,7 Prozent, die Auslandsnachfrage um 2,7 Prozent zu.

Die Hersteller von Konsumgütern bekamen insgesamt zwar 0,3 Prozent weniger Bestellungen als im Februar, das Auftragsvolumen aus dem Inland legte aber um 0,9 Prozent und damit zum sechsten Mal in Folge zu. Die Produzenten von Vorleistungsgütern erhielten 1,9 Prozent mehr Aufträge.

Nach dem Rekordanstieg der Bestellungen im Dezember hatte die Industrie in den beiden ersten Monaten dieses Jahres jeweils deutlich weniger Aufträge erhalten. Volkswirte hatten für März nur mit einem Anstieg um 0,1 Prozent gerechnet.

Der Auftragseingang in der Industrie ist ein wichtiger Frühindikatoren für die Konjunktur, kann aber wegen Großaufträgen von Monat zu Monat stark schwanken. Im weniger volatilen Zwei-Monatsvergleich Februar/März zu Dezember/Januar lag das Auftragsvolumen noch 2,7 Prozent niedriger. Im März lag der Auftragseingang 3,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

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