Deutliches Signal für den Abschwung sind die Beschäftigungspläne
Firmen machen sich fit für die Flaute

Die deutschen Unternehmen blicken pessimistisch in die Zukunft – und machen sich offenbar mit gezielten Investitionen krisenfest. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Psephos unter knapp 800 Führungskräften im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp.

FRANKFURT/DÜSSELDORF. Die deutschen Unternehmen blicken pessimistisch in die Zukunft – und machen sich mit gezielten Investitionen krisenfest. Diese Schlussfolgerung lässt sich aus dem Handelsblatt Business-Monitor ziehen, einer exklusiven Umfrage unter knapp 800 Führungskräften. Die regelmäßige Befragung zeigt zwar, dass der Anteil der Unternehmen, die in den kommenden zwölf Monaten ihre Investitionen erhöhen wollen, sinkt – er ist mit 26 Prozent aber immer noch weit höher als der Anteil derer, die weniger investieren wollen (13 Prozent). Vor allem die Großunternehmen rüsten sich: Mehr als ein Drittel will mehr investieren als bislang.

Anzeichen für eine anhaltende Schwäche der Konjunktur gibt es viele. Vor allem die schwache Nachfrage wichtiger europäischer Handelspartner bescherte der deutschen Industrie inzwischen acht Monate in Folge sinkende Auftragseingänge. Dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal geschrumpft war, erklärten Konjunkturexperten zwar auch mit einer Gegenreaktion auf das wachstumsstarke erste Vierteljahr.

Dass die hiesige Wirtschaft von der globalen Schwäche gebremst wird, ist dennoch unbestritten. Auch für das laufende dritte Quartal sagt nach dem Handelsblatt-Barclays-Indikator nun auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bestenfalls eine Stagnation vorher.

„Die Unternehmen setzen alles daran, auch im Abschwung ihre hart erkämpfte Wettbewerbsfähigkeit nicht zu verlieren“, sagt Andreas Scheuerle von der Dekabank. Aus seiner Sicht deutet vieles darauf hin, dass die Firmen am Ende des Investitionszyklus vor allem Rationalisierungsinvestitionen planen. „Die Rohstoffpreise und der zunehmende Lohndruck steigern die Kosten der Unternehmen – in diesem Umfeld versuchen sie, sich zu positionieren.“ Durch effizientere Produktionstechniken und energiesparende Maschinen könne das gelingen.

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