Deutliches Umsatzplus
Einzelhandel erzielt bestes Januar-Ergebnis seit Euro-Einführung

Der Einzelhandel in Deutschland hat zu Beginn des Jahres an Schwung gewonnen. Die Branche erzielte ein deutliches Umsatzplus. Es war das beste Januar-Ergebnis seit Einführung des Euro im Januar 2002.

HB BERLIN. Der Einzelhandel verkaufte im Januar nominal 2,2 Prozent und preisbereinigt (real) 1,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Dezember stieg der Umsatz nominal um 2,6 und real um 2,7 Prozent. Das war das größte reale Umsatzplus des Einzelhandels zum jeweiligen Vormonat seit Juni 2004 und der beste Januar-Umsatz seit der Einführung des Euro Anfang 2002.

Allerdings hatte der Januar in diesem Jahr einen Verkaufstag mehr als im vergangenen. „Dieser eine Monat ist noch kein Signal, dass es steil nach oben geht, aber es ist ein guter Anfang“, sagte Manfred Kurz von der Bayerischen Landesbank. Für eine Trendwende seien allerdings noch weitere gute Monate notwendig.

Analysten hatten mit einem geringeren realen Umsatzplus zum Vormonat gerechnet, allerdings zum Vorjahr einen Rückgang erwartet. Im Dezember waren die Umsätze der Einzelhändler noch um 0,7 Prozent zum Vormonat und um knapp ein Prozent zum Vorjahr gesunken. „Nach den Enttäuschungen vom Dezember war es wichtig, dass wir sehen, dass das keine grundsätzliche Tendenz war“, sagte Andreas Scheuerle von der DekaBank. Die Verbraucher hätten nun nachgeholt, was sie im Dezember nicht konsumiert hätten.

Die Stimmung im Einzelhandel hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend aufgehellt. So schätzten die Händler in der jüngsten Ifo-Umfrage sowohl ihre Lage als auch ihre Aussichten positiver ein. Die Händler hoffen, dass die Fußball-WM ihrem Umsatz Auftrieb gibt und gehen davon aus, dass die Konsumenten wegen der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung Anfang des kommenden Jahres nun vermehrt langlebige Konsumgüter kaufen. „Die Stimmung insgesamt ist gut, jetzt brauchen wir harte Fakten, die dies auch nachhaltig belegen“, sagte Kurz.

Unter den Einzelhandelsbranchen konnte der Verkauf von Textilien, Kleidung, Schuhen und Lederwaren mit real 6,4 Prozent den stärksten Zuwachs zum Vorjahr verbuchen. Die Versandhändler hingegen mussten ein kräftiges Minus verkraften, ihre Umsätze brachen real um 8,6 Prozent ein. Der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren konnte real 0,3 Prozent mehr verkaufen als im Januar 2005, wobei vor allem Supermärkte und Warenhäuser ihren Umsatz steigerten.

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