Deutsche Großunternehmen
Experten rechnen mit steigendem Druck durch Investoren

Steht Deutschen Großkonzernen die Auseinandersetzung mit lauten Investoren à la Carl Icahn bevor? Ja, meinen Experten, und zwar schon ab dem kommenden Jahr. Einige Dax-Firmen würden zunehmend interessant für Aktivisten.
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FrankfurtDeutsche Großkonzerne werden sich nach Ansicht von Experten im kommenden Jahr zunehmend mit lauten, kritischen Investoren aus den USA auseinandersetzen müssen. Banker und Unternehmensberater gehen davon aus, dass sich sogenannte aktivistische Investoren verstärkt in Europa nach Angriffszielen umsehen werden, bei denen sie strategische Veränderungen erzwingen können.

„Es gibt etwa ein Dutzend aktivistische Fonds, die in Europa und Deutschland aktiv sind und den Markt systematisch screenen“, sagte Dirk Albersmeier, der das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen bei der US-Investmentbank JPMorgan in Deutschland leitet, am Dienstag in Frankfurt.

Bei einer Handvoll von Firmen aus dem Leitindex Dax hätten sie sich bereits angeschlichen, blieben bisher aber noch unter der meldepflichtigen Anteilsschwelle von drei Prozent, sagte der Investmentbanker, der Unternehmen bei der Abwehr solcher Angriffe berät. „Ich glaube, dass der Druck im nächsten Jahr stärker wird.“ Einige Aktivisten würden dann, wenn nötig, auch öffentlichen Druck auszuüben versuchen.

Bisher tummeln sich in Deutschland nur wenige dieser Fonds, die in der Hoffnung auf steigende Aktienkurse einen Wechsel im Management, höhere Dividenden oder die Trennung von Firmenteilen fordern. In den USA machen Investoren wie Carl Icahn oder Daniel Loeb, die viel Geld ihrer Anleger eingesammelt haben, dagegen seit längerem viel Wind und haben damit Erfolg.

In Deutschland sind zuletzt der US-Investor Elliott und die deutsch-schwedische Cevian aufgefallen. Ersterer drängt vor allem bei Übernahmen wie der des Pharmahändlers Celesio durch McKesson oder der von Kabel Deutschland durch Vodafone auf höhere Preise und Abfindungen. Letzterer versucht dagegen die Strategie von Konzernen wie ThyssenKrupp oder Bilfinger zu beeinflussen und damit deren Aktienkurs zu treiben.

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„Auf eine Idee wie Eon wäre nicht einmal ein Aktivist gekommen“

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