Deutsche Industrie
Die Luft wird ein wenig dünner

Für die deutsche Industrie wird die Luft am Jahresende etwas dünner. Sowohl bei den Aufträgen als auch bei der Produktion erwarten Analysten im September einen Rückgang. Auch Exporteure dürften den starken Euro und die weltweit nachlassende Konjunktur zu spüren bekommen. Ein Ende des Aufschwungs zeichnet sich jedoch noch nicht ab.

HB BERLIN. „Die Industrie bleibt in guter Form, auch wenn das Wachstum künftig etwas moderater ausfallen sollte“, sagte Bernd Weidensteiner von der DZ Bank. Bei den Industrieunternehmen gingen nach den Prognosen der von Reuters befragten Volkswirte 0,2 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat. Im August hatte es noch einen kräftigen Zuwachs von 1,2 Prozent gegeben. Allerdings können die Daten von Monat zu Monat stark schwanken, weil Großaufträge das Bild häufig verzerren und Vorhersagen damit erschweren.

Weidensteiner hält deshalb auch einen Auftragszuwachs für möglich. „Airbus hat ein deutliches Bestellplus für Flugzeuge gemeldet, die auch in den deutschen Werk hergestellt werden“, sagte der Experte. Zudem habe die Autoindustrie zuletzt von einer anziehende Nachfrage auf dem heimischen Markt berichtet.

Bei der Produktion rechnen die Volkswirte mit einem Minus von 0,3 Prozent. Wegen Sondereffekten hatte es im August noch ein unerwartet kräftiges Plus von 1,7 Prozent gegeben. „Eine Gegenbewegung ist daher wahrscheinlich“, hieß es bei der Commerzbank. Dennoch sehen die Experten die Branche gut gerüstet. „Das Auftragspolster ist noch so dick, dass die Industrieproduktion in den nächsten Monaten im Trend weiter zulegen dürfte, wenn auch etwaslangsamer.“

Ähnliches gilt auch für die Exporteure. Sie dürften ihre Ausfuhren im September zwar leicht um 0,4 Prozent gesteigert haben. Im August wurden dagegen noch drei Prozent mehr Waren ins Ausland verkauft.

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