Deutsche Industrie
Kommentar: Kein Grund zur Sorge

Die deutsche Industrie hat heute einen Beleg für ihre derzeitige Stärke erbracht. Diese verblüffende Schlussfolgerung lässt sich aus den Auftragseingängen des Sektors im Mai ziehen. Das verarbeitende Gewerbe verbuchte insgesamt zwar weniger Order als im Vormonat – aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Dass die Aufträge insgesamt im Vormonatsvergleich zurückgegangen sind, liegt an den geringen Bestellungen aus dem Ausland. Die Aufträge aus dem Inland aber – das ist die wirklich gute Nachricht des Tages – haben im Mai unerwartet zugelegt. Blickt man in die Details, lassen sich aus den auf den ersten Blick schlechten Nachrichten weitere positive Signale herausfiltern. Aus einer Monatszahl – zumal in einem Monat, in dem so viele Großaufträge erzielt wurden wie im Mai – lassen sich nur wenige Schlüsse ziehen. Und im aussagefähigeren Zweimonatsvergleich erhöhte sich die gesamte Nachfrage nach deutschen Industriegütern.

Um die aktuelle Lage der Wirtschaft muss man sich nach der Meldung des Wirtschaftsministeriums nicht sorgen. Viel eher um die künftigen Rahmenbedingungen, die in Berlin beschlossen werden.

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