Deutsche Produktion auf Wachstumskurs
Weltwirtschaft Kompakt – die Wochenvorschau

Daten zur Produktion und zum Außenhandel runden in der Woche vom 7. bis 11. November das Konjunkturbild für Deutschland im dritten Quartal ab. Die realwirtschaftlichen Indikatoren dürften belegen, dass die Stimmungsaufhellung in den vergangenen zwei Monaten mehr ist als ein Hoffnungswert und sich die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal gut erholt hat.

ari DÜSSELDORF. Die wesentlichen Impulse kommen nach Einschätzung der Bankvolkswirte weiterhin vor allem vom Export. Das zeigt auch der bereits am vergangenen Freitag veröffentlichte kräftige Anstieg der Auftragseingänge bei der Industrie, der überdies ein sattes Polster für die Produktion in den nächsten Monaten bietet.

Die Anzeichen für eine leichte Belebung der Binnennachfrage beschränken sich derzeit noch auf Vorprodukte und Investitionsgüter. Die tendenziell wieder nach oben zeigende Baunachfrage dürfte aber positive Spuren auch bei der Bauproduktion hinterlassen haben.

Besonderes Augenmerk verdienen am Mittwoch das neue Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und die wirtschaftspolitischen Empfehlungen der Fünf Weisen – just in der alles entscheidenden Woche der Verhandlungen über eine große Koalition auf Bundesebene.

Wie es in der Euro-Zone und Großbritannien konjunkturell im dritten Quartal vorangegangen ist, werden Zahlen zum Einzelhandel und zur Industrieproduktion zeigen, in Frankreich aber auch eine erste Schnellschätzung für das Wirtschaftswachstum – Ökonomen erwarten wie in Deutschland eine Beschleunigung nach dem schwachen zweiten Quartal. In Japan dürfte sich das Wachstum nach einem extrem starken zweiten Vierteljahr dagegen deutlich verlangsamt, vermutlich halbiert haben.

Aus den USA kommen in dieser Woche nur wenige relevante Zahlen. Die wichtigsten betreffen den notorischen Schwachpunkt, das Handelsbilanzdefizit. Wie es sich entwickelt hat, könnte eventuell Aufschluss über den Revisionsbedarf bei den schon veröffentlichten Wachstumszahlen geben. Bei den Importpreisen dürfte sich niederschlagen, dass die Ölpreise nach dem Hurrikan-bedingten Höhepunkt im September wieder etwas nachgegeben haben. Ob sich die US-Verbraucher durch das allerdings weiter hohe Energiepreisniveau doch mittelfristig entmutigen lassen, wird die erste Umfrage der Uni Michigan zum Konsumentenvertrauen im November zeigen.

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