Deutscher Handel mit USA sinkt
Exporte nach Mittel- und Osteuropa gestiegen

Die deutschen Ausfuhren in die Mittel- und Osteuropäischen Länder sind im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro gestiegen, während die deutschen Ausfuhren insgesamt im Vorjahresvergleich um 4,3 Prozent gesunken sind.

HB WIESBADEN. Deutsche Unternehmen haben im Juni weniger Waren in die USA exportiert als ein Jahr zuvor. Im Juni 2003 waren es entsprechend 10,8 % weniger Waren als im Juni 2002, die den Weg nach Übersee angetreten haben, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mit. Im ersten Halbjahr gingen die Ausfuhren in die USA um 4,9 % zurück.

Die deutschen Ausfuhren in die Mittel- und Osteuropäischen Länder sind im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 % auf 7,2 Mrd. Euro gestiegen, während die deutschen Ausfuhren insgesamt im Vorjahresvergleich um 4,3 % gesunken sind. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag weiter mitteilte, sind Im Handel mit den Mittel- und Osteuropäischen Ländern im Berichtsmonat insbesondere bei den deutschen Exporten nach Russland (plus 8,5 % auf 1,1 Mrd Euro), in die Tschechische Republik (plus 7,7 % auf 1,5 Mrd Euro) und nach Ungarn (plus 7,4 % auf 1,0 Mrd Euro) deutliche Zuwächse verzeichnet worden.

Dagegen blieben die Ausfuhren nach Polen im Juni gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 1,4 Mrd Euro. Spitzenreiter beim Exportzuwachs waren - wie in den vorangegangenen Monaten - die deutschen Exporte nach China, die um 31,5 % auf 1,6 Mrd. Euro stiegen. Allgemein war der deutsche Export im Juni überwiegend von rückläufigen Entwicklungen geprägt. So lieferte Deutschland in die EU-Länder 5,6 % weniger Waren (29,6 Mrd. Euro) als im Vorjahresmonat. Die Exporte in die USA sanken um 10,8 % auf 4,8 Mrd. Euro.

Auch einfuhrseitig entwickelte sich der deutsche Außenhandel mit den Mittel- und Osteuropäischen Ländern im Juni überdurchschnittlich. So nahmen die deutschen Importe von dort um 3,0 % auf 6,2 Mrd. Euro zu, während bei den deutschen Einfuhren insgesamt ein Minus von 4,4 % verzeichnet wurde. Die Einfuhren aus den EU-Ländern gingen um 7,5 % auf 22,4 Mrd Euro und die aus den USA um 10,5 % auf 3,3 Mrd. Euro zurück.

Die drei wichtigsten Handelspartner Deutschlands waren im ersten Halbjahr 2003 - wie im Vorjahreshalbjahr - ausfuhrseitig Frankreich (35,2 Mrd. Euro; Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren im ersten Halbjahr: 10,8 %), die USA (31,1 Mrd. Euro; Anteil: 9,6 %) sowie Großbritannien (27,1 Mrd. Euro; Anteil: 8,3 %). Einfuhrseitig lagen im ersten Halbjahr Frankreich (24,7 Mrd Euro; Anteil an den gesamten deutschen Einfuhren im ersten Halbjahr: 9,3 %), die Niederlande (22,2 Mrd Euro; Anteil: 8,3 %) sowie die USA (20,3 Mrd Euro; Anteil: 7,6 %) an der Spitze.

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