Deutsches Wachstum
Auch Regierung sieht leichten Abschwung

Nun erklärt auch die Bundesregierung: Die deutsche Wirtschaftsentwicklung hat sich leicht abgeschwächt. Dies hatten zuvor bereits führende Konjunturexperten prognostiziert. Doch es besteht kein Grund zur Beunruhigung.

HB BERLIN. Die Daten deuteten auf eine weiter dynamische Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal hin, „die sich allerdings als etwas schwächer als im Vorquartal erweisen könnte“, hieß es im Monatsbericht des Ministeriums. „Gleichwohl sind die Perspektiven für eine Fortsetzung des Aufschwungs gut.“

Ausgesprochen positiv seien angesichts einer sehr hohen Bereitschaft der Unternehmen zu Einstellungen die Aussichten am Arbeitsmarkt. Mit der Fortsetzung des Aufschwungs werde die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter steigen. Der Rückgang der Kurzzeit- und der Langzeitarbeitslosigkeit dürfte sich daher verstärken.

Gründe für die etwas schwächere Dynamik im zweiten Quartal seien die verlangsamte Entwicklung der Industrieproduktion und in der Bauwirtschaft. Bei letzterer würden jetzt die dämpfenden Effekte der Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn deutlich. Sie waren zunächst durch Sondereffekte wie dem milden Winter überdeckt worden. Die Ausfuhren seien zuletzt zwar in der Tendenz „seitwärts gerichtet“ verlaufen, doch blieben die Aussichten für ein wieder zunehmenden Exportschwung günstig.

Bei den Einfuhren scheine sich die Dynamik tendenziell etwas abzuschwächen. Insgesamt könnte der Außenhandel im zweiten Quartal, anders als zu Jahresbeginn, wieder einen positiven Wachstumsimpuls geben.

Auch der private Konsum dürfte sich nach dem Einbruch im ersten Quartal im weiteren Jahresverlauf wieder beleben und den Aufschwung zunehmend stützen. Das Ministerium berief sich auf eine aufwärts gerichtete Tendenz bei den Einzelhandelsumsätzen. Zur Preisentwicklung merkte das Ministerium an, der Effekt der Umsatzsteueranhebung dürfte sich bislang auf weniger als einen Prozentpunkt belaufen haben. „Dies würde bedeuten, dass die Preisüberwälzung bis jetzt zu etwa zwei Dritteln erfolgt ist. Mit weiteren Überwälzungsschritten in diesem Jahr wird gerechnet“, hieß es.

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