Deutschland und USA
Mageres Wachstum bei Dienstleistern

Die Geschäfte der deutschen Dienstleister haben im März an Schwung verloren. In den USA sah es dagegen etwas besser aus als erwartet.

HB NEW YORK. US-Dienstleister verlieren im März unerwartet wenig an Schwung= Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 49,6 von 49,3 Zählern im Februar, wie das Institut am mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 48,5 Punkte gerechnet.

Damit blieb der Index nur knapp unter der Marke von 50 Zählern, ab der er eine expandierende Geschäftstätigkeit des Sektors signalisiert. Die Dienstleister machen 80 Prozent der US-Wirtschaft aus.

Ein schwaches Auftaktquartal verzeichneten dagegen die deutschen Dienstleister. Der NTC-Einkaufsmanagerindex für die Branche fiel um 0,4 auf 51,8 Punkte, lautet das Ergebnis der Umfrage unter 450 Unternehmen des britischen Forschungsinstitut NTC Eine erste Schätzung hatte noch ein leicht höheres Wachstum ergeben. Das Barometer blieb aber noch über der Marke von 50 Zählern, ab der ein Wachstum signalisiert wird. Im gesamten ersten Quartal zeigte der an den Märkten vielbeachtete Index mit 51,1 Zählern das schwächste Wachstum seit viereinhalb Jahren an. In der Industrie hatte sich der Aufschwung dagegen zuletzt verstärkt.

Am besten hielten sich noch Vermieter und unternehmensnahe Dienstleister. Bei den Vermittlern von Finanzdienstleistungen ging es hingegen weiter bergab. Ein kleiner Hoffnungsschwimmer ist der Auftragseingang, der den zweiten Monat in Folge zulegte. Dennoch äußerten sich die Unternehmer nicht mehr so zuversichtlich wie zu Jahresbeginn über ihre Geschäftsaussichten. Die Firmen stellten erneut Mitarbeiter ein. Die Beschäftigung stieg aber so langsam wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr. Nur Hotels und Gaststätten sowie der Bereich sonstigen Dienstleister bauten Stellen ab.

Sorgen bereitet der Branche auch der steigende Preisdruck. Teure Energie sowie höhere Löhne und Gehälter ließen die Kosten steigen. Die Angebotspreise wurden aber nur leicht erhöht, weshalb die Unternehmen auf einem guten Teil der gestiegenen Kosten sitzen blieben.

Auch in der Euro-Zone ließ das Wachstum nach. Das entsprechende RBS/NTC-Barometer fiel auf 51,6 von 52,3 im Februar - der zweitschwächste Wert binnen viereinhalb Jahren. Die Dynamik bei den Neuaufträgen ließ ebenfalls nach und war nicht mehr so stark wie im Vormonat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%