"Die Konjunktur bricht nicht weg"
BDI zieht nach und senkt Prognose

Nach den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten hat auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) seine Konjunkturprognose für das kommende Jahr deutlich abgesenkt.

HB BERLIN. Die frühere Prognose von zwei Prozent Wachstum könne man nicht wiederholen, sagte der BDI-Volkswirt Reinhard Kudiß der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Sie sind nicht mehr erreichbar.“ Der BDI erwarte aber immerhin noch ein Wachstum von etwa 1,5 Prozent, fügte Kudiß hinzu. Er warnte davor, den Aufschwung gänzlich abzuschreiben. „Die Konjunktur bricht nicht weg“, sagte er. Deutschland könne nach wie vor von der robusten Weltwirtschaft profitieren. Das Exportwachstum werde sich zwar leicht abschwächen, doch würden voraussichtlich mehr Investitionen im Inland getätigt.

Pessimistisch zeigte sich Kudiß beim privaten Konsum. Als Grund verwies er auf geringe Lohnsteigerungen, auf eine Sparquote, die auf dem höchsten Stand seit 1995 sei, und auf die anhaltende Sorge der Bürger um ihre Arbeitsplätze. Solange es keine Bewegung am Arbeitsmarkt gebe, solange werde auch der private Konsum nicht steigen, sagte Kudiß.

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