Konjunktur
DIHK erwartet neuen Rekord beim Außenhandelsüberschuss

Der deutsche Außenhandel steuert nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) wieder auf einen Rekordüberschuss zu. Nachdem bereits 2004 mit einem Außenhandelsüberschuss von 156,7 Milliarden Euro eine Bestmarke aufgestellt wurde, rechnet der DIHK mit 160 Milliarden Euro in diesem und 170 Milliarden Euro im kommenden Jahr.

HB BERLIN. Grundlage für die Prognose ist eine Umfrage bei 117 Auslandshandelskammern in 80 Ländern, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Danach wird sich das Wachstum bei den deutschen Exporten voraussichtlich leicht abschwächen. Nach sieben Prozent in diesem Jahr werde die Zuwachsrate 2006 bei nur noch sechs Prozent liegen, sagte DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke. Als Ursache nannte er die Weltkonjunktur, die durch den hohen Ölpreis leicht gedrosselt werde.

Das höchste Wachstum für die deutschen Exporte geht den Angaben zufolge derzeit vom Nahen und Mittleren Osten aus. Zudem würden die neuen EU-Mitgliedstaaten im kommenden Jahr als Absatzmarkt für deutsche Produkte erstmals wichtiger als die USA. Die Vereinigten Staaten blieben jedoch hinter Frankreich zweitwichtigster Einzelmarkt für die deutschen Exporteure.

Voraussetzung für die Prognose sei allerdings, dass sich die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen weiter positiv entwickle, sagte Nitschke. Falsche politische Weichenstellungen - etwa bei den Lohnnebenkosten - dürften sich auch negativ auf den Export niederschlagen.

Nachdem die deutschen Importe - vor allem auf Grund der dramatisch gestiegenen Energiekosten - in diesem Jahr um etwa 7,5 Prozent wachsen, erwartet die DIHK für 2006 nur noch einen Anstieg um sechs Prozent. Dabei werde China voraussichtlich hinter Frankreich und den Niederlanden zum drittwichtigsten Importpartner. Die Handelskammern rechnen sogar damit, dass das asiatische Land noch in diesem Jahrzehnt zu Deutschlands wichtigstem Lieferanten aufsteigt.

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