DIHK-Prognose
Winterwetter kostet Deutschland mindestens drei Milliarden Euro

Das harte Winterwetter ist nicht nur ein Ärgernis für Reisende. Die Kapriolen werden auch das deutsche Wirtschaftswachstum nach Verbandsangaben deutlich dämpfen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag geht davon aus, dass Wertschöpfung in Milliardenhöhe verloren geht. Das drückt das BIP-Wachstum spürbar.
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HB BERLIN/FRANKFURT. Eine lange und schneereiche Frostperiode könne drei Milliarden Euro an Wertschöpfung kosten, sagte der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, der „Berliner Zeitung“ laut Vorab-Bericht. Das entspreche einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent im Quartal. Die Einschätzung basiere auf den Erfahrungen mit dem Winterwetter vom Jahresanfang 2010. Insgesamt seien die Konjunkturkräfte aber stark genug, um diesen Dämpfer einigermaßen zu verkraften.

Neben den Transportbereichen hat vor allem das Baugewerbe mit einem Umsatzeinbruch zu kämpfen. Der harte Winter koste die Branche die Hälfte ihres normalen Umsatzes im Dezember. Während im Schnitt in einem Dezember sieben bis acht Milliarden Euro umgesetzt würden, dürften es in diesem Jahr drei bis vier Milliarden Euro weniger sein, sagte die Sprecherin des Zentralverbands des Baugewerbes, Ilona Klein, der Zeitung. Für die Branche sei es 2010 ein hartes Jahr gewesen, Auch von Januar bis März habe man nicht richtig arbeiten können.

Derweil hat sich die Wetterlage in der Nacht spürbar geändert: Temperaturen über dem Gefrierpunkt bringen Schnee und Eis zumindest in Süddeutschland vielerorts zum Schmelzen: „Im Norden kalt, im Süden mild“, bilanzierte der Deutsche Wetterdienst DWD im hessischen Offenbach am frühen Mittwoch. Mit Stand von 4.00 Uhr am Morgen lagen die Temperaturen in Konstanz, Stuttgart und Frankfurt am Main im Plusbereich. In München waren es null, in Nürnberg minus ein Grad. Köln und Dresden lagen mit einem Grad geradeso im Plus.

Weiter gen Norden wurde es kälter, beispielsweise mit minus sechs Grad in Hannover, minus sieben Grad in Bremen und Rostock, minus fünf in Hamburg und minus acht Grad in Berlin. Dieses Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd soll laut DWD-Prognose generell anhalten, wobei jedoch die milderen Temperaturen in die Mitte Deutschlands vorrücken.

In Baden-Württemberg und Bayern war das Tauwetter schon am frühen Morgen vielerorts zu beobachten, wie eine Umfrage bei den größeren Polizeidienststellen ergab. Leichte Plusgrade gab es fast überall.

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  • ist ja auch eine bodenlose Frechheit vom Wetter. Das geht gar nicht. Und vor allem doch nicht ohne Erlaubnis der Wirtschaft. Wo kommen wir denn bei so viel Ungehörigkeit hin?
    Wie armselig sind diese Typen?
    Die sollten lieber mal darüber nachdenken, was sie in den letzten 30 Jahren zerstört haben. Personal reduziert in Massen, mal einfach dem Arbeitsamt vor die Tür geworfen, immer mit der begründugn, man muß sparen. Dass man nicht noch in irland oder Polen nachfragen muß, ob dort Schneeräumer zu haben sind, ist doch alles.
    Keinerlei Streckenwartung bei der bahn mehr, man muß ja die Divende steigern und dann kann man doch keine Streckenwärter mehr beschäftigen.
    Schlechte Technik, Hauptsache schnell zusammen gezimmert und billig, die Dividende muß ja stimmen.
    Früher war Deutschland mal das Technik-Land weltweit.
    in den Supermärkten jede Lagerhaltung abgeschafft und auf die Autobahnv verlagert. Heute fährt jedes Pfund Kaffee über die Autobahn und so lange gibt es eben im Supermarkt Kaffeesorte X nicht
    Eine Lagerhaltung mit einem Lagerarbeiter geht ja gar nicht, das kostet ja etwas, das wrüde ja die Rendigte ein wenig schmälern
    Umwelt schonen? Aber nix da, die Rendite muß doch stimmen.
    Armselig, armselig, armselig

    Aber es ist ja schon Hoffnung in Sicht, dafür haben ja der Genosse der bosse und die Grünen gesorgt.
    Und die sozialistische CDU führt das ja weiter. Also keine Angst, liebe Manager, es ist für Euch gesorgt. Problem ist erkannt und wird behoben.
    Das Entsendegesetz fällt nun im Mai und da gibt es viele, viele billigstarbeiter aus dem Osten.
    Und schwupp kann man den blöden deutschen Michel mal wieder dem Arbeitsamt vor die Füße schmeißen und sich viele billig-Ostarbeiter einstellen und schon stimmt die Dividende wieder.
    Denn nur die ist wichtig. Die Millionen-Jahresgehälter der Managr und die boni müssen schließlich gewährleistet sein. Nur das it wichtig.
    Und die vielen Fehler wegen schlechter Technik bei der bahn fallen dann auch nicht mehr so doll auf.
    Deutschland ist an Armseligkeit nicht mehr zu überbieten.

    Also liebe Manager, Kopf hoch, die paar Monate bis Mai könnt ihr noch warten und dann könnt ihr klotzen mit dem billigsten Personal und könnt den Dividende-Verlust vom Winter locker aufholen.
    Die entlassenen deutschen Arbeiter dürfen dann als 1 €-Jobber zurück kommen, kostet Euch ja nichts, zahlt ja das Amt. Und es gibt dann noch Merkels Lieblingsmitarbeiter, die Aufstocker, die zahlt ja auch komplett das Amt. Also der Steuerzahler zahlt die Löhne. Na das macht doch Mut, leibe Manager.
    Arbeiter die vom Steuerzahler finanziert werden und billigslöhner aus dem Osten, das ist doch eine wunderbare Wirtschaftswelt. Da kann ja die Rendite nur so sprudeln und Eure Gehälter und boni sich noch um ein paar Millionen erhöhen
    Also Mut, der Mai ist schnell da und dann geht es voran.
    So lange liebe Manager müßt ihr schon noch warten.
    besser kann es doch gar nicht laufen.
    Also Schluß mit dem Jammern.
    Aber vielleicht könun ihr ja die Regierung auffordern, für das kommende Jahr ein Gesetz zu machen, damit der Winter in Zukunft weiß, dass unsere Wirtschaft ihn nicht will. Er also an Deutschland vorbei zieht.

    Nur mal so kurz zum Nachdenken für Euch verwöhnte daunen gepolsterte Millionärs-Manger, die offenkundig noch nie nasse Füße bekommen haben:
    Was haben eigentlich unsere Eltern und hir vorrangig die Mütter im Kriegswinter 1945 gemacht? Z. T. waren sie im Jan. 45 mit kleinen Kindern an der Hand auf der Flucht.
    Hätten die so viel gejammert, wären sie wohl nie im Westen angekommen.

    Nun dann schöne Weihnachten liebe Manager, Euire Weihnachtsganz im Edelladen habt ihr siherlich schon und mit Versorgungsengpässen im Supermarkt habt ihr ja nichts zu tun.

    Mein Wunsch für Weihnachten und das Neuer Jahr sei Euch verraten:
    ich würde Euch, liebe Manger gerne mal für ein viertel Jahr in die Produktion stecken, damit ihr den bezug zur Realität endlich mal bekommt. Euch bekommt die Luft in den 22. Etage Eurer bürotürme nicht.

    Frohe Weihnachten

  • Kleine Annekdote zu (6)@Denkerist.
    Es war Anfang Dezember vor 7 Jahren, als ich von Westfalen nach Recklinghausen musste.
    Hab ich mir gedacht: Sei schlau und fahr mit der bahn.in Dortmund war Schluß mit Lustig. Der Zug konnte nicht weiterfahren, weil die neue Elektronik sich weigerte die Türen zu schließen.
    Hecktische und fluchende Zugbegleiter teilten den Fahrgästen mit: Wer links ab ins Rheinische will, Gleis ? in 10 Min. Wer Richtung Reckh. will sitzenbleiben. Wielange? Kann eine halbe bis Stunde dauern. Nach 15 Min. ging es weiter. Na Prima komme zu spät.
    Nachdem ich meinem Gegenüber meinen Frust mitgeteilt hatte, kam das große AHA!
    Er kennt das Problem. War früher selbst bei der bahn. instandsetzung Notmanschaften. AHA
    Dieses Problem wurzelt im Kopf der bahn, ist bekannt und wird tolleriert. AHA
    Diese Mannschaften wurden um 75% reduziert. AHA
    Wenn also ein baum aufs Gleis fällt, dauert es erst einmal.
    Alte Einsatzstelle fertigmachen, Anreise, baum wegmachen. AHA

    Wer glaubt noch die Lügen mit den Naturgewalten?

    Schönen Tag noch.


  • Warum hat die Wirtschaft, noch keine Abschaffung des Winters in Auftrag gegeben???
    Sie werden nun alle versuchen, diese sogenannte Katastrophe auf den Rücken des deutschen Michels zu laden, damit die industrie keine Verluste hat.
    Warum wird kein Soli für diese großen und nicht vorhersehbaren Winter-Probleme eingeführt???
    Nächstes Jahr steigen alle Kommunalen abgaben, wiegesagt jeder wird sich schadloshalten am deutschen Michel.
    Danke

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