DIW hebt Prognose an
Wachsende Zuversicht in der deutschen Wirtschaft

Der Aufschwung in der deutschen Wirtschaft hat nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) begonnen. Außerdem falle die Erholung stärker aus als vorhergesagt. Für das laufende Vierteljahr prognostizierte das DIW am Montag gegenüber den vorangegangenen drei Monaten einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,5 Prozent - doppelt so viel wie ursprünglich erwartet.

HB BERLIN. „Die Hoffnung keimt“, so das DIW. „Zusammengenommen hat sich die Konjunkturtendenz am aktuellen Rand deutlich verbessert - gute Voraussetzungen für 2004.“ Auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen sieht wachsende Zuversicht in der deutschen Wirtschaft, warnte aber vor überschäumenden Hoffnungen. Das RWI rechnet für 2004 mit einem realen Wachstum des BIP von 1,8 Prozent. „Impulse kommen erneut überwiegend aus dem Ausland, die Binnennachfrage wächst weiterhin nur schwach.“

Das nach der DIW-Prognose zu erwartende Wachstum im Schlussquartal wäre das stärkste seit mehr als zwei Jahren. Zuletzt war das BIP als Maß der gesamtwirtschaftlichen Leistung vom 2. zum 3. Quartal 2003 um 0,2 Prozent gewachsen, nach jeweils minus 0,2 Prozent in den beiden ersten Quartalen. Ausschlaggebend für die leichte Trendwende war allerdings nur der stark gestiegene Export. Das Schlussquartal wird denn auch nach Auffassung des DIW nicht reichen, um in der Gesamtbilanz 2003 in die schwarzen Zahlen zu kommen. „Wir gehen insgesamt von einem Null-Wachstum aus“, sagte DIW-Konjunkturexperte Andreas Cors. Für das nächste Jahr seien die Aussichten deutlich besser.

Lage am Arbeitsmarkt verbessert sich erst allmählich

Wenig Hoffnungen bringt der nahende Aufschwung für eine Abbau der Arbeitslosigkeit. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich voraussichtlich erst allmählich bessern, so das RWI. Viele Unternehmen würden zunächst Kurzarbeit vermindern sowie Arbeitszeitkonten und Überstunden nutzen, bevor sie neue Arbeitskräfte einstellten. Im Jahresdurchschnitt 2004 werde die Zahl der Erwerbstätigen nochmals leicht sinken. Die Zahl der Arbeitslosen werde wegen geänderter Zählweisen etwa bei Vorruheständlern leicht zurückgehen. Die Experten gehen von einer Arbeitslosenquote in Höhe von 10,1 Prozent aus (Schätzung 2003: 10,3).

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