DIW-Konjunkturbarometer: Deutsche Neuverschuldung dürfte sich in Grenzen halten

DIW-Konjunkturbarometer
Deutsche Neuverschuldung dürfte sich in Grenzen halten

Diese Nachricht dürfte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) freuen: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet damit, dass die Neuverschuldung von Bund, Ländern und Kommunen in diesem Jahr innerhalb der Grenzen des EU-Stabilitätspakts liegen wird.

HB BERLIN. „Nach unserer Prognose wird die gesamtstaatliche Neuverschuldung 2006 bei knapp unter 3 Prozent liegen“, sagte DIW-Haushaltsexperte Dieter Vesper der „Rheinischen Post“. Im Jahr 2007 werde das Maastricht-Kriterium noch deutlicher eingehalten.

Als Begründung nannte Vesper die Konjunkturbelebung und die Fortsetzung des Sparkurses. Im Jahr 2007 werde die Mehrwertsteuererhöhung höhere Einnahmen in die Kassen spülen. Vesper kritisierte den Sparkurs schon als zu weitgehend. „Wir brauchen höhere Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur“, sagte er.

Am Donnerstag veröffentlichte das DIW sein Konjunkturbarometer. Demnach ist die deutsche Wirtschaft zum Jahresanfang etwas langsamer gewachsen als Ende 2005. Im ersten Quartal 2006 setze sich die positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion zwar fort. Der Anstieg des Bruttoinlandsproduktes liege aber nur bei 0,3 Prozent zum Vorquartal. Für das Jahresendquartal 2005 geht das DIW weiter von einem Wachstum von 0,4 Prozent aus. Gestützt werde die Gesamtwirtschaft nach wie vor durch den Produktionsanstieg im produzierenden Gewerbe, hieß es. „Dagegen dürfte sich für das Bauhauptgewerbe im ersten Quartal kein Anstieg ergeben, nicht zuletzt wegen der schlechten Witterung zu Beginn des Jahres.

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