DIW-Konjunkturbarometer
Industrie stützt deutsches Wachstum

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach den jüngsten Daten von Konjunkturexperten in einem soliden Aufwärtstrend. Dabei stützt vor allem eine Branche den Aufschwung in Land.

HB BERLIN. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für das dritte Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal eine saison- und kalenderbereinigte Wachstumsrate von 0,7 Prozent. Die offiziellen Daten des Statistischen Bundesamtes liegen dazu noch nicht vor. Im zweiten Vierteljahr lag das Wachstum bei 0,9 Prozent, im ersten Quartal waren es 0,7 Prozent, wie das DIW berichtete.

Die wesentlichen Wachstumsimpulse seien wieder aus der Industrie gekommen. „Die Wertschöpfung dürfte um knapp zwei Prozent zulegen“, hieß es.

Neben Investitionsgütern sei auch die Produktion von Vorleistungs- und Gebrauchsgütern gestiegen. Das DIW sieht darin Vorboten der Mehrwertsteuererhöhung: Die Produzenten bereiteten sich damit auf vorgezogene Käufe vor. Die Umsatzentwicklung im Einzelhandel lasse dagegen „bislang noch nicht darauf schließen, dass die Anschaffungsneigung der Verbraucher bereits spürbar gestiegen wäre“.

Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von 2,3 Prozent. Der Sachverständigenrat, die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und die meisten Banken erwartet ein Plus in ähnlicher Höhe. Wegen der Mehrwertsteuererhöhung und der nachlassenden Auslandsnachfrage dürfte sich die Konjunktur im kommenden Jahr aber wieder etwas abkühlen. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht eine erste Schätzung für das Wachstum im dritten Quartal am 14. November.

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