DIW-Präsident Höhere Mehrwertsteuer soll Rente sichern

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, wirbt für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Zimmermann sagte, auf die "Überalterung der Gesellschaft" und das Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung müsse reagiert werden. Er warnt: "Die demografische Bombe tickt bereits."
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DIW-Präsident Klaus Zimmermann Quelle: dpa

DIW-Präsident Klaus Zimmermann

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HB BERLIN. Es drohten neben erheblichen Mehrbelastungen in den öffentlichen Kassen etwa durch Renten- und Gesundheitskosten auch Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Wenn die Finanzierung von Gesundheit, Rente und Pflege im Alter "demografiefest" gemacht werden solle, ohne die Arbeitskosten damit noch höher zu belasten, führe "an einer stärkeren Finanzierung dieser Sozialleistungen aus Steuermitteln gar kein Weg vorbei".

Zimmermann, der auch Direktor des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist, fügte hinzu: "Dann ist eine Erhöhung der Mehrwertsteuer in mehreren Stufen hierfür das sinnvollste Konzept." Die momentane günstige Konjunktur ließe "einen ersten Schritt jetzt sogar ohne allzu große Bremsspuren zu". Weiche die Politik davor allerdings aus, müsse sie diesen Schritt "unausweichlich zu einem späteren, womöglich sehr viel ungünstigeren Zeitpunkt, dann umso massiver tun".

Zimmermann forderte zugleich von der Bundesregierung verstärkte Sparanstrengungen. Dies sei gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Euro-Krise notwendig. Ein forcierter Sparkurs erhöhe die Glaubwürdigkeit "gegenüber jenen Ländern, denen wir brutale Einschnitte abverlangen müssen, um die Gemeinschaftswährung zu retten".

Der DIW-Präsident mahnte: "Wenn zudem die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ab dem Jahre 2016 seriös greifen soll, braucht die Bundesrepublik in den kommenden fünf Jahren das größte Sanierungsprogramm ihrer Geschichte. Gemessen an der Größe dieser Aufgabe sind die bisherigen Sparbemühungen noch ziemlich moderat." Immerhin sei infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise "unser gesamtstaatliches Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen auf den dramatischen Rekord von mehr als 1,7 Billionen Euro geklettert".

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15 Kommentare zu "DIW-Präsident: Höhere Mehrwertsteuer soll Rente sichern"

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  • Der Mann will Wissenschaftler sein? Der weiss nicht und weiss auch nichts dass er nichts weiss!
    Der richtige Weg wäre endlich die Einführung einer allgemeinen Versicherung für alle, also auch Politiker, beamte und Pseudowissenschaftler a la Zimmermann. Die Schweiz zeigt doch wie man so etwas machen kann. Aber Z. wird dieses ablehnen und als sozialistisch bezeichnen. Nur ein ignorant wird die Schweiz als sozialistisch bezeichnen, denn warum gehen so viele Millionäre in die Schweiz?

  • ich habe so langsam das Gefühl, Deutschland braucht eine zweite RAF. Die es allerdings besser macht und mit Hirn als seinerzeit.
    Wenn die ersten Mananger in ihren Glastürmen festgestzt werden, ihre Gelder eingeforer, dann kommt viellicht ein Umdenken.
    So jedenfalls kann es nicht weitergehen.
    und man merkt es ja auch überall in Gesprächen, es gärt mächtig im Volk.

  • Wie kann man solche Nebelbomben werfen wie dieser Zimmermann, der auch schon 500.000 Araber un d Türken hier j#hrlich einwandern lassen will? Zimmermann ist , nebenbei gesagt, knallharter Arbeitgebervertreter.

    Nein, es geht um was ganz anderes. Jetzt vor Weihnachten wurde von den Einheitsmedien der "Konsumrausch" verkündet, und wer sich diesen rausch nicht ansäuft, ist ein Aussätziger.

    Man will, dass die Deutschen kaufen und kaufen und kaufen, damit mehr MWST eingenommen wird, die man dann an die EU verschenken kann. DAS ist der wahre Sinn hinter diesen Steuererhöhungsmanien der Arbeitgeber.

  • Diese blutsauger, die nur Schrott schätzen, sollte man einen Kopf kürzer machen. Sie verdienen nicht die Luft, die sie zum Leben stehlen. Mit all den unnützen Politikern aneinandergekettet auf den Grund des Meeres. Dies wäre ein guter Anfang.

  • Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Seit den Zeiten von Adenauer und Ehrhardt wurde das Steueraufkommen aus Unternehmens- und Kapitalsteuern relativ zu den die breite Masse belastenden Lohn- und Mehrwertsteuern durch Propagandisten wie Z. gesenkt. Diese Agenda soll *noch* weiter vorangetrieben werden - zum Schaden Deutschlands und seiner binnenkonjunktur, die es allen ermöglichen würde, am wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben - und nicht nur die Klientel des Z. Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln über soviel ignoranz.

  • Unsere Rentenvers. und Krankenkassen ständig als öffentliche Kassen zu bezeichnen ist schon eine Frechheit an sich.
    Das sind die Versicherungen der Menschen die da einzahlen.
    Wenn das endlich mal begriffen würde und auch nur der Geld daraus erhält der einzahlt/eingezahlt hat, dann wären da keine Probleme,
    Und der Staat hat da nicht ständig Geld zu entnehmen für andere Dinge. So etwas nenne ich Diebstahl. Denn es mein Geld.
    ich bin weiß Gott nicht links, abe so allmählich komme ich mehr und mehr zu der Erkenntnis, das wir, das Volk, den Regierungen/den Politikern den Zugriff auf das gesamte Geld nehmen müssen.
    Es muß eine völlig unabhängige Kommission her, die das Steuergeld und sonstiges verwaltet und zuteilt. Dann hört nämlich auch die Geldverschwendung der Politik auf.
    Alleine was diese dämlichen unnützen Gipfel kosten. Die sollen ihren Arsch in ihre büros bewegen udn endlich einmal stringent ordentlich arbeiten
    Und im übrigen müssen Krankenkassen und Rentenvers. auf jeden Fall dem Staat entzogen werden sie müssen privatwirtschaftlich nach kaufm. Regeln verwaltet werden, dann ist auch genug Geld da.
    Es ist allmählich kriminell, dass immer die Leute von Steurerhöhung und Gürtel enger schnallen reden, die die Taschen selbst bestens gefüllt haben.
    Hätte ich nur vier Wochen hier zu sagen wäre meine erste Amtshandlung, dass ich solche Leute wie Zimmermann, Hüther und all die Schwätzer mal in die Produktion schicken würde, damit sie mal Arbeiten lernen und wissen wie das Leben ist.
    So ganz allmählich wird diese Regierung und ihre selbsternannten Experten und Helfer zur kirminellen Truppe und gehören von Platz gejagt

  • Nehmt diesen ganzen Zecken, die nur das Geld umverteilen und verbrauchen, das andere erwirtschaftet haben, die schönen Pöstchen weg und lasst sie was arbeiten. Dann ist genug Geld da.
    "Stasi in die Produktion" hieß es schon am Ende der DDR. Zeit, dass das Volk sich wieder wehrt.

  • Deutschland braucht eine Länderreform. Es kann nicht sein, dass Hamburg, bremen und das Saarland als kleine inseln weiter vor sich hinwurschteln. Deutschland muss seine bürokratie verschlanken und aufpassen, dass Grüne idiologen = Gleich wie Ranken, die unteren Ebenen nicht weiter "ausplündern". Hamburg, SH und MV sollten einen Nordstaat gründen. Das Ruhrgebiet wird zur Ruhrstadt.berlin als Steuertränke für Gutmenschen
    muss ausgetrocknet werden und mit brandenburg vereint werden. Schulpolitik muss in berlin bestimmt werden und so weiter. Wir können uns keine
    Abermillionen Schmarotzer leisten, die wegen jeder Klausur, Urlaubsparadiese aufsuchen. Aufwachen!

  • Was Herr Zimmermann so alles vorschlägt, ist offensichtlich überwiegend politisch motiviert, aber nicht wissenschaftlich ausreichend abgesichert.

    Man denke nur an die Debatte um den angeblichen Fachkräftemangel. Einer seiner Mitarbeiter hatte in einer Analyse dargelegt, dass es diesen nicht gibt, was dazu führte, dass Herr Zimmermann den Aufsatz "redigieren" ließ, damit er zu der auch von ihm vertretenen These des Fachkräftemangels besser passte (siehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,729831,00.html).

    Zudem hat Herr Zimmermann in der Vergangenheit und insbesondere nach der Lehman-Pleite auch schon mal öfter mit Fehlprognosen (siehe dazu etwa: http://stefanleichnersblog.blogspot.com/2010/08/deutsches-aufschwungwunder-das-2.html)auf sich aufmerksam gemacht. Und dann war da auch noch der Skandal, bei dem es um die nicht sachgemäße Verwendung von staatlichen Mitteln im DiW und eine Depandance in Washington ging, der seine integrität infrage stellte.

    Mir fällt es deswegen unter dem Gesichtspunkt der Wissenschaftlichkeit überaus schwer zu akzeptieren, was er vorschlägt. Wenn er in Presse und Medien seine Meinung kund tun tut, dann soll er das auch offen sagen. Aber ständig seine Sicht der Dinge zu präsentieren und dabei zu suggerieren, dass sei alles wissenschaftlich abgesichert, ist unseriös.

    Er schadet damit dem Ruf der Wirtschaftswissenschaften und diskreditiert all diejenigen Professoren, die ihren Job ernst nehmen.

  • "G"i W - Griechisches institut für Wirtschaft -
    Genau dort sollte Herr Z. seine Arbeit aufnehmen. bei den lang gehegten Vorstellungen zur belebung von Wirtschaft, binnenmarkt, politischer Artikulation gerade älterer bevölkerungskreise in Deutschland ist er meiner Meinung nach in Griechenland oder irland mit seinen Vorstellungen gut aufgestellt - nicht hier.

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