DIW-Prognose
Deutsche Wirtschaft wächst kräftig – aber erst 2014

Die Konjunkturaussichten hellen sich nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) spürbar auf. In diesem Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt noch um 0,9 Prozent steigen. 2014 wird es viel besser.
  • 15

BerlinDie deutsche Wirtschaft kommt nach Einschätzung des Berliner DIW dank der guten Nachfrage im Inland 2014 kräftig in Schwung. Es sei ein Wachstum von mehr als zwei Prozent möglich – nach 0,9 Prozent im laufenden Jahr, teilten die Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mit. Vor allem die gute Lage am Arbeitsmarkt dürfte den privaten Konsum beflügeln. Zudem dürfte die Nachfrage nach deutschen Exportgütern werde in den nächsten Monaten wieder steigen.

"Die wirtschaftliche Entwicklung ist in Deutschland noch immer erheblich kräftiger als im Rest der Währungsunion, obwohl die derzeit schwache Nachfrage aus Nachbarländern wie Frankreich und den Niederlanden die deutsche Wirtschaft belastet", sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.

Größter Hemmschuh für die deutsche Wirtschaft sei die immer noch andauernde Krise und Rezession im Euroraum, welche die Unternehmen zu spüren bekämen. In Jahresverlauf 2013 hellten sich die Aussichten für die Exportwirtschaft aber dank der anziehenden Weltwirtschaft wieder auf. "Mit den verbesserten Absatzaussichten dürften die Unternehmen zudem wieder vermehrt investieren, zumal dies bei den derzeit günstigen Finanzierungsbedingungen besonders attraktiv ist", sagte DIW-Experte Simon Junker.

Auch die deutsche Industrie berappelt sich langsam, hat ihren schwachen Auftakt ins Schlussquartal 2012 bei weitem nicht wettmachen können.

Nach einem starken Produktionsrückgang im Oktober ergibt sich für November ein geringfügiger Anstieg um 0,2 Prozent, wie aus Zahlen des Wirtschaftsministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Bankvolkswirte hatten einen Zuwachs um 1,0 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Rücksetzer im Oktober schwächer ausgewiesen als bisher. Anstatt einer Rückgangs um 2,6 Prozent ergibt sich nun ein Minus von 2,0 Prozent. Im Jahresvergleich sank die Produktion im November um 2,9 Prozent und lag damit weiter im roten Bereich.

Das Ministerium wertete die aktuellen Zahlen dennoch als Stabilisierung. Im gesamten Schlussquartal werde die Produktion aber vermutlich unter dem Niveau des dritten Quartals liegen. Am Dienstag hatte die Regierung einen deutlichen Auftragsrückgang für November gemeldet, der jedoch einem kräftigen Anstieg im Oktober folgte.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " DIW-Prognose: Deutsche Wirtschaft wächst kräftig – aber erst 2014"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Krasse Fehlinterpretation.

    Alles wird verkauft / exportiert zu einem Dollar, der seit der Regierung merkel um 30 Cent nachgegeben hat.

    Warum die Exporteure nicht in Euro abrechnen , ist mir schleierhaft.

  • @Personalsuche

    Frage: Was bedeutet Hochqualifiziert.
    Antwort: Sehr guter universitärer Abschluss u. absolute Leistungsbereitschaft.

    Kenne ich, universitärer Abschluß und leistungsbereit, 45€ die Stunde
    aber leider 2 linke Hände.

    Bei uns ist der Abschluß unwichtig. Wichtig ist hochqualifiziert, erfogreich und motiviert. Die gibts übrigens schon für weniger als die Hälfte.
    Wer eine moderne Produktionsstraße in einer Stunde wieder ans Laufen bekommt ist der Bringer.

    Schönen Abend noch.

  • Frage: Was bedeutet Hochqualifiziert.
    Antwort: Sehr guter universitärer Abschluss u. absolute Leistungsbereitschaft.
    Leider in D solches Personal nicht zu bekommen, da Leistungsbereitschaft kaum vorhanden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%