DIW-Prognose: Ökonomen sagen Deutschland Super-Jobwunder voraus

DIW-Prognose
Ökonomen sagen Deutschland Super-Jobwunder voraus

Deutschland entwickelt sich zum Konjunktur-Überflieger schlechthin. Das legen nicht nur neue zahlen der Nürnberger GfK-Marktforscher nahe. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die Zukunft der Bundesrepublik nur noch rosig. Die Forscher rechen mit einem Mega-Wachstum. Und das bleibt nicht ohne Wirkung auf den Jobmarkt.
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HB BERLIN. Der Aufschwung bringt in Deutschland nach DIW-Berechnungen so viele Menschen in Lohn und Brot wie noch nie. „Im Schnitt werden im nächsten Jahr rund 40,4 Mio. Menschen arbeiten - so viele wie noch nie im vereinigten Deutschland“, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, am Dienstag bei der Vorlage der neuen DIW-Konjunkturprognose. „Das sorgt für gute Stimmung bei den Konsumenten.“ Sie dürften in den nächsten Monaten ihre Zurückhaltung weiter ablegen und mehr ausgeben. „Die Angst vor dem Jobverlust nimmt ab“, sagte DIW-Konjunkturchef Christian Dreger zu Reuters.

Auch die Nürnberger GfK-Marktforscher gehen davon aus, dass die gute Lage am Arbeitsmarkt die Kauflaune der Verbraucher beflügelt. Für Oktober sagten die Forscher einen kräftigen Anstieg ihres Konsumklima-Barometers auf 4,9 Punkte voraus. Das ist der höchste Wert seit Mai 2008.

Für die gesamte Wirtschaftsleistung zeigt sich das DIW ähnlich optimistisch wie andere Forschungsinstitute und Organisationen: Die Berliner erwarten 2010 ein Wachstum von 3,4 Prozent, das sich 2011 auf zwei Prozent abschwächen werde. Im laufenden Jahr kommen die größten Impulse demnach vom Export.

„Besonders in Schwellenländern wie China hat Deutschland Marktanteile hinzugewonnen“, betonte Dreger. Der Schub vom Welthandel werde aber nachlassen. Deshalb hänge des Wachstum in Deutschland im nächsten Jahr stärker von der Inlandsnachfrage und damit vom Konsum der privaten Haushalte ab.

Auch wenn die Konjunkturerholung deutlich besser laufe als ursprünglich erwartet, gebe es keinen Spielraum für Steuersenkungen, mahnte das DIW: „Die Bundesregierung sollte ihren Sparkurs fortsetzen und nicht mit Steuergeschenken um sich werfen.

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  • Zeitarbeitsverträge, Leiharbeiter, 400-Euro's, Aufstocker, 1-Euro-Kräfte, Fachkräftemangel überall . . .
    Das ist wohl kein Grund zum Jubeln, ausser > man ist Arbeitgeber oder Lobbyist. Da würde dann auch noch der fehlende Mosaikstein in diesem Gebilde begrüsst: Die schrittweise Wiedereinführung von Leibeigenschaft; aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Schwarz/(GELD)gelb wird's der Lobby schon richten. Wie vor der Krise ist wieder blanke Gewinnmaximierung angesagt.

  • Oh ja, das ist ein irres Jobwunder.
    Viele, viele 400 €-Jobber
    Mini-Jobber
    Leiharbeiter mit Hungerlöhnen
    Aufstocker
    1 €-Jobber
    Die Wirtschaft brummt, der Staat zahlt ja die Löhne
    Eine wunderbare Wirtschaftswel. Klar, das die Ökonomen vom DiW das gut finden, gehören sie ja auch zur iNSM (initiative neue soziale Marktwirtschaft des Prof. Miegel)
    Das sit dieser Schwätzr der sich immer Sozialwissenschaftler nennt, was ja nicht stimmt. Der ist Jurist. Wieso eer sich flasche bezeichnungen zulegt, weiß wohl nur er selbst
    Merkel schwafelte ja schon in der Opposition immer von neuer sozialer Mrktwirtschaft was mich immer so wunderte, weil ich nicht wußte, was sie meint, diese FDJ-Trulla. Sie kannte usner Land doch gar nicht, wußte doch gar nicht was soziale Marktwirtschaft ist
    Dann aber machte ich mich mal schlau und siehe da, sie sind alle entweder Mitglieder oder aber befürworter dieser initiative.
    Und die weill keineswegs eine soziale Marktwirtschaft sondern knallharten Kapitalismus
    im Grunde genomemn ist es halt wie im Sozialismus
    Das Volk hat nichts, einige wenige haben alles
    Übrigens unser Freund Miegel gehört auch dazu, er ist sogar in der Führungsclique dieser initiative.
    Man hat so das Geüfhl, mit der Wende sind der Gier und der Volksvernichtung Tür udn Tor geöffnet worden

  • Sind das die Ökonomen die vor einem Jahr 5 Mio. Arbeitslose prognostiziert haben? Unterhalten Sie sich vom Hb bitte einmal mit Unternehmern über Konjunktur, Kreditklemme (ist voll da) etc.
    Als Kenner, der täglich mit vielen Unternehmern spricht, ist mir schleierhaft wie fast die gesamte deutsche Wirtschaftpresse eine solchen Unfug schreiben kann. Das die Ökonomen, Analysten und banker "vollbekloppt" sind ist bekannt, aber die Presse? Früher nannte man das Propaganda - und heute? Warum soll das Volk eigentlich für dumm verkauft werden?

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