DIW-Tagung
Europa wächst ökonomisch zusammen

Europa wird in den kommenden zehn Jahren stärker zu einer Wirtschaftsregion zusammenwachsen. Das ist eine der Botschaften einer Ökonomen-Tagung in Berlin.

BERLIN. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte Ende vergangener Woche anlässlich seines 80-jährigen Bestehens eingeladen, über die Zukunft der Wirtschaft, speziell der europäischen bis 2016, zu diskutieren. „Wir werden uns in zehn Jahren sehr viel stärker als eine Einheit begreifen müssen in Europa“, sagte der Chefvolkswirt der französischen Investmentbank Ixis, Patrick Artus.

Welches Land der Euro-Zone 2016 den größten Wachstumsbeitrag liefern werde, lautete eine der Fragen. Artus’ Antwort: Länderabgrenzungen spielen in den kommenden zehn Jahren eine immer geringere Rolle. Länderübergreifende Regionen, die sich auf bestimmte Branchen spezialisierten, gewännen dafür zunehmend an Bedeutung, argumentierte er. Europa werde amerikanischen Beispielen folgen – wie der Autoindustrie, die lange eine Vormachtstellung in Detroit hatte oder der Computerbranche, die in Silicon Valley beheimatet ist.

Das sei in Europa kein Szenario der Zukunft – „das ist schon heute Realität“, meinte Christoph Stürmer, Analyst und Automobilexperte des Prognoseinstituts Global Insight. Stürmer unterteilt differenzierter: nach Wertschöpfungsstufen in Branchen. Eine klassische Automobilindustrie gebe es etwa längst nicht mehr, stattdessen Sektoren wie Dienstleistung oder Produktion.

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