Dollar reagierte mit kräftigen Kursverlusten
US-Daten deuten auf moderatere Zinserhöhungen

Schwächer als erwartet ausgefallene US-Daten haben den Finanzmärkten am Freitag signalisiert, dass die Notenbank Fed ihr Tempo bei der Straffung der Geldpolitik etwas zügeln könnte.

HB REUTERS. Das Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes sank im August nach vorläufigen Berechnungen der Universität Michigan überraschend. Zudem weitete die weltgrößte Volkswirtschaft ihr Defizit im Außenhandel im Juni deutlich stärker aus als erwartet. Auch die Erzeugerpreise, die weniger als erwartet anzogen, deuteten an, dass die Fed sich mit Zinserhöhungen mehr Zeit lassen könnte.

Der Dollar reagierte mit kräftigen Kursverlusten zu den wichtigsten Währungen auf die Daten. Festverzinsliche Papiere legten dagegen zu und profitierten dabei von der Aussicht nicht ganz so rasch steigender Zinsen.

„Das verringert die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed aggressiv die Zinsen erhöht“, beurteilte Volkswirt Keith Hembre von US Bancorp Asset Management die Konjunkturdaten. Die Fed hatte zuletzt zum zweiten Mal in diesem Jahr den Schlüsselzins um 25 Basispunkte auf 1,5 Prozent erhöht und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt, wobei sie in „gemäßigtem Tempo“ vorgehen wolle. Die Zahlen erhöhten allerdings auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Wachstumsrate für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA für das zweite Quartal noch nach unten revidiert wird. Hatten Volkswirte nach den jüngsten Daten damit gerechnet, dass die Regierung ihre Wachstumszahl von auf das Gesamtjahr hochgerechnet drei Prozent für das zweite Quartal nach oben revidieren würde, dürften die Daten nun eher zu einer Verschlechterung führen.

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