Drastische Worte
Zentralbankchef fürchtet „Niedergang“ Frankreichs

Für Frankreichs Zentralbankchef Christian Noyer steht das Land am Scheideweg zwischen einem neuen Aufschwung und „Niedergang“. Er drängt auf Reformen und fordert das Einhalten des Sparkurses.
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ParisMit drastischen Worten hat Frankreichs Zentralbankchef Christian Noyer rasche Reformen in seinem Land eingefordert. „Frankreich ist nicht am Ende, aber es ist die Stunde für einen Schub oder des Niedergangs gekommen“, sagte Noyer am Donnerstag im Radiosender Europe 1. Notwendig seien „gute Reformen“ und ein „unerschütterliches“ Festhalten am Sparkurs.

Noyer bedauerte, dass die französische Regierung erst 2017 die Neuverschuldung wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bringen will, wie sie es am Mittwoch angekündigt hatte.

„Man kann nicht endlos Defizite anhäufen“, sagte der Zentralbankchef.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Ich konnte noch nie feststellen, daß hohe Steuern die Wirtschaft beflügeln, das Gegenteil war bisher der Fall.

  • Die Mehrwertsteuer ist eine indirekte Steuer und belastet gerade die Einkommensschwachen am stärksten. Der vollkommen falsche Weg.

    Nach 15 Jahren stagnierenden Löhnen in Deutschland sollte man es hier in Deutschland mit steigenden Löhnen versuchen. Endlich damit anfangen, die Bevölkerung am Exporterfolg teilhaben zu lassen und nicht Auslandsforderungen anzuhäufen, die wir glauben, in 30 Jahren zurückholen zu können. Bis dahin ist der Euro nämlich Geschichte und die jungen, dynamischen Südeuropäer werden die alten Deutschen nicht beliefern, weil sie vorher Bankrott sind und die Deutschen Importe nicht mehr bezahlen und sich dieser Forderungen entledigen durch Schuldenschnitte.
    http://abload.de/image.php?img=120807_flassbeckmtu55.jpg

  • "Die EZB allein kann weder die Konjunktur noch die öffentliche Verschuldung und die damit verbundene Problematik lösen."

    Sie scheinen sich mit der Masterie zu beschäftigen. Können Sie beschreiben, welche Erfolge die EZB mit ihrer Politik eingefahren hat?

    Sie schreiben von Steuerharmonisierung in der EU, denken Sie auch generell über Gesetzgebungsharmonisierungen nach?
    Reicht es denn nicht völlig, wenn wir nur "einen Euro" haben, um Europa zu retten?

    Merkel hat doch erklärt, wenn der Euro scheitert, scheitert Europa. Viele haben doch daraus gelernt und geschlussfolgert, dass "wir" den Euro retten müssen, dann ist Europa gerettet.

    Und für die Eurorettung, dafür ist die EZB zuständig. Und Chef der EZB ist der Draghi. Also rettet Draghi allein den Euro und damit Europa.

    Weshalb brauchen wir denn dann überhaupt noch Abgeordnete? Reicht da nicht ein starker Mann?

    Wenn der schon soviel Komeptenz hat und nicht gewählt wurde und wird, sollte man dann die Wahlen nicht generell abschaffen? Das spart Geld und letztlich auch Streit.

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