Drastischer BIP-Einbruch
Griechenlands Wirtschaft im freien Fall

Griechenland stürzt immer tiefer in die Krise: Jüngste Daten machen schlimmste Befürchtungen wahr. Der Wirtschaft des Landes geht es schlechter als erwartet. Wie werden die Euro-Partner nun reagieren?
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AthenDie Wirtschaftsleistung Griechenlands ist im zweiten Quartal drastisch eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sackte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent ab, wie das griechische Statistikamt am Donnerstag mitteilte.

Damit fiel der Rückgang des BIP höher aus als erwartet. Die Statistiker hatten ihn bisher auf 6,9 Prozent geschätzt. Sie revidierten zudem ihre Zahl für das ersten Quartal nach unten. Demnach schrumpften die griechische Wirtschaft im Zeitraum von Januar bis März im Vorjahresvergleich um 8,1 Prozent.

Die griechische Regierung warnte vor kurzem, die Wirtschaft des Landes werde in diesem Jahr um fünf Prozent schrumpfen - zuvor war sie noch von 3,5 Prozent ausgegangen. Der von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds auferlegte strenge Sparkurs verschärfe den Abschwung noch.

Die Daten machen der Regierung das leben zusätzlich schwer, denn sie muss den Euro-Partnern glaubhaft versichern, dass sie ihren Reformkurs nicht nur anpackt und forsetzt, sondern auch forciert. Ansonsten bliebe neue Hilfe versagt. Das würde dann allerdings den Mittelmeerstaat gefährlich nahe an die Pleite bringen.

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  • @ EinBuerger und &,

    was wäre der Vorteil eines Rausschmiss Griechenlands oder ein anderes Land aus der Eurozone konkret?
    Viele erzählen hier von dem "Rausschmiss" aber was dann?
    Der Rausschmiss allein macht Griechenland nicht Schuldenfrei, ganz im Gegenteil. Wo wäre da der Vorteil und für wenn denn eigentlich wenn überhaupt vom Vorteil?
    Kann mir das jemand erklären?
    Man tut so als wäre das die Lösung, es ist aber gar keine Lösung!

  • @ Profit,

    die Griechen brauchen frisches Geld aber nur um Altschulden zu begleichen, wenn sie einen Schuldenschnitt von 90% machen, haben sie keine Altschulden mehr, also brauchen sie auch kein frisches Geld mehr.
    Argentinen hat es auch so gemacht.

  • @ Jupiter,
    und wenn die überschuldete Länder anfangen ihr Gold zu verkaufen dann ist der Goldpreis im nu im Keller.
    Nur das erste Land das sein Gold verkauft könnte noch es zu einem vernünftigen Preis verkaufen.

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