Drastischer BIP-Rückgang
Italien halbiert Wachstumsprognose

Die Schuldenkrise macht Italien schwerer zu schaffen, als gedacht. Wegen des 60 Milliarden Euro schweren Sparpakets musste die Regierung in Rom jetzt ihre Wachstumsprognosen drastisch zurückschrauben.
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RomDie italienische Regierung hat am Donnerstag ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum der kommenden Jahre gesenkt. Für das laufende Jahr werde nun ein BIP-Wachstum von 0,7 Prozent statt wie bislang 1,1 Prozent erwartet, hieß es in einem Dokument, das vom Kabinett verabschiedet wurde. Für das kommende Jahr rechne die Regierung nun mit einem Zuwachs von 0,6 Prozent statt 1,3 Prozent und 2013 0,9 Prozent statt 1,5 Prozent.

Das Haushaltsdefizit dürfte 2011 demnach 3,9 Prozent des BIP betragen und 2012 1,6 Prozent ehe der Etat dann 2013 mit einem Defizit von 0,1 Prozent nahezu ausgeglichen sein soll. Im Kampf gegen die Schuldenkrise hatte die Regierung in Rom kürzlich ein rund 60 Milliarden Euro schweres Sparpaket geschnürt.

Für Italien kommt es derzeit besonders dicke. Die Prognosen des IWF fallen sogar noch schlechter aus. So hatte der Fonds diese Woche für 2011 nur ein Wachstum von 0,6 Prozent und für 2012 lediglich Zuwächse von 0,3 Prozent in Aussicht gestellt.

Für einen weiteren Nackenschlag sorgten die Bonitätswächter der Ratingagentur S&P. 24 Stunden nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens von A+ auf A stufte der Ratingriese sieben italienische Banken herab und setzte bei insgesamt 15 Banken den Outlook auf „negativ“.

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