Drittes Quartal Öffentliche Schulden erreichen Rekordhoch

Bund, Länder und Kommunen haben mehr Schulden als jemals zuvor angehäuft. Der größter Schuldenmacher: der Bund. Für das zweite Quartal korrigierte das Statistische Bundesamt das Schuldenergebnis allerdings nach unten.
14 Kommentare
Rekordhoch für öffentlichen Schulden: Im dritten Quartal 2011 stiegen sie auf 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro. Quelle: dpa

Rekordhoch für öffentlichen Schulden: Im dritten Quartal 2011 stiegen sie auf 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

WiesbadenDie öffentlichen Schulden in Deutschland sind im dritten Quartal dieses Jahres auf die Rekordsumme von 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 10,4 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent mehr als am Ende des zweiten Quartals 2011 und die höchste Summe seit Bestehen der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Am stärksten stand am Ende des dritten Quartals der Bund mit fast 1,289 Billionen Euro in der Kreide. Das war im Vergleich zum zweiten Quartal ein Plus von 0,4 Prozent oder 5,8 Milliarden Euro. Die Länder waren mit 610,0 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einer Zunahme um 0,7 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro. Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg um 0,3 Prozent oder 400 Millionen Euro auf 128,7 Milliarden Euro.

Bei ihren neuen Berechnungen haben die Statistiker das bislang von ihnen veröffentlichte Schuldenergebnis für das zweite Quartal 2011 auf rund 2 Billionen und 17 Milliarden Euro korrigiert. Ende Oktober war eine Bilanzierungspanne bei der Bad Bank der Hypo Real Estate bekanntgeworden. Das FMS-Wertmanagement hatte zum 30. Juni rund 55 Milliarden Euro Schulden zu viel gemeldet. Die Statistik bildet die Schulden der Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern sowie Gemeinden und Gemeindeverbänden ab und umfasst auch die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der gesetzlichen Sozialversicherung sind nicht enthalten. Zum Teil werden aber Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einbezogen, wie zum Beispiel den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung.

  • dpa
Startseite

14 Kommentare zu "Drittes Quartal: Öffentliche Schulden erreichen Rekordhoch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Braun werden bedeutet nach wie vor keine Gefahr für die Welt. Das hat zwar, als Deutschland noch etwas stärker zu sein glaubte, etliche Kolateralschäden verursacht, jedoch sind die Gefahren des Deutschland-Braunseins für die Welt auf nahezu 0 gesunken, sodaß die herrschenden Gesetze und die Anwendung derer problemlos ausreichen müßten, dieser Quasigefahr Einhalt zu gebieten. Es hat sich ein für alle Mal ausgebraunt. Diejenigen, die immer noch kriminell dagegen handeln, müssen nur mit den Mitteln des Rechtsstaats, wie jeder andere Gesetzesbrecher, zur Rechenschaft gezogen werden. Also, Schluß mit diesen Schagworten und dem Weiterbau eines Popanz!

  • Das alles sage ich auch, geht aber nur, wenn wir dem Staat, den Politikern den Zugriff auf die öffentlichen Gelder endlich nehmen.
    Alle öffentlichen Gelder, also Steuern und Abgaben müssen von einer völlig neutralen Gruppe aus Fachleuten, die nichts mit der Politik zu tun hat, verwaltet werden und den Politikern den einzelnen Ressors auf Antrag zugeteilt wrden.

  • stimmt ebenfalls.
    Jetzt gibt es ja eine neue Behörde zum Kampf gegen Rechts.
    Also wieder hochbezahlte Staatsdiener. Und so geht es in unserem Land munter weiter.
    Ich denke mal, wir werden irgendwann eine Währungsreform bekommen, denn anders kommen wir aus den Schulden nicht raus.
    1923 bis 33 lassen grüßen

  • Ja, aber das viele Geld wird doch für Europa gebraucht.
    Das müssen Sie doch verstehen. Und die vielen Reisen zu ihren Gipflen, die Merkel ständig macht, die kosten ja auch nicht wenig
    Müssen wir im Land dann was tun, muß man halt neue Schulden machen.
    Das ist so, war doch im Sozialismus auch so.
    Merkel kann doch nichts anderes als DDR-Politik
    Den Dreckhaufen, der letzten drei Regierungen müssen wir wahrscheinlich viele viele Jahre aufräumen.
    Kohgl hat schon etliche Fehler gemacht, aber es ging uns gut. Aber seit der Ära Schröder bis heute, ist nur noch der Untergang Deutschalnds angesagt.

  • Ich stimme Ihnen zu. Nur die Umsetzung wird nicht gehen, weil keiner dieser sogenannten Staats(ver)diener auf seinen verdienten Lohn in der Pension verzichten wird.

  • Ich war für die Finanzen in einem Konzern zuständig. Mir ist klar was passieren muß:

    1. Die teure und ineffiziente Beamtenverwaltung ist durch
    ein kompetentes modernes leistungsorientiertes System zu
    ersetzen.
    2. Die veralteten Finanzsysteme auf sämtlichen Ebenen sind zu
    reformieren. Der einfache Zugriff auf das Geld der
    Steuerzahler muß durch sachorientierte kompetente
    und neutrale Gremien erschwert werden.
    3. Neutrale und kompetente Kontrollgremien mit
    Entscheidungsbefugnissen überprüfen die gesamte Einnahmen- und
    Ausgabepolitik und legen vor der Öffentlichkeit Rechenschaft ab
    4. Sämtliche Ministerämter dürfen nachweislich nur mit
    kompetenten Fachleuten besetzt werden.
    5. Lobbyismus jeglicher Art ist untersagt
    6. Zur politischen Entscheidungsfindung sind neutrale Fachleute
    und Wissenschaftler heranzuziehen.
    7. Wichtige Entscheidungsprozesse sind der Entscheidungshoheit
    einzelner Politiker zu entziehen und durch Abstimmungen im
    Bundestag oder Volksabstimmunmgen zu ersetzen.
    8. Erfolgreiche Prozesse werden in besonderer Weise honoriert
    9. Vorteiler Einzelner in öffentlichen Bereichen tätiger
    Bedienster sind generell abzuschaffen.
    10.Es gibt in sämtlichen sozialen Belangen keine Unterschiede
    zwischen öffentlichen Bediensteten und in der freien
    Wirtschaft tätigen Bürgen.

  • Akzeptieren Sie bitte die Realität - das Geld geht nicht in die Taschen von Kapitalgebern, sondern kommt aus diesen. Es geht in die Taschen von Staatsangestellten und ihren Vertretern - den Parteipolitikern. Selbst wenn der Einzelbetrag nicht riesig ist und deshalb keinen Neid erweckt - die immer grössere Zahl der Staatsdiener frist uns arm. Und jedes neue Gesetz führt zu noch mehr davon - und macht uns zusätzlich das Leben schwer/teuer/umständlich (Nichtrauchergesetze, Quoten, Klimaschutz etc..)

  • Vollpfosten wählen Vollpfosten!

    Merkel, Gabriel, C. Roth, Özdemir, Wulff und den Rest der Bagage.

    Oder war´s wieder keiner gewesen?

    Verkommene Politik
    Verkommene Strassen
    Verkommene Justiz
    Verkommene WERTE
    Barbarei auf den Strassen, Bahnhöfen, U-Bahnen

    Explodierende Kriminalität/MultiKulti

    Hirn habe ALLE
    Verstand = 0 = NULL/NIX

  • Und die Pensionsverpflichtungen (Rückstellungen) tauchen im Gegensatz zu den Bilanzen von börsennotierten Unternehmen nicht auf. Das bedeutet, das bei einer Bewertung nach allgemein gültigen Regeln die Verschuldung noch viel höher ist. Betrachtet man dann noch Umsatzzahlen des Fiskus (Steuereinnahmen), dann ist selbst der deutsche Staat überschuldet. In Europa sind nach einer solchen Betrachtungweise nur die Schweiz und ein paar östliche Kleinstaaten keine Konkursfälle. Schon erstaunlich, das die Schweiz das mit deutlich geringeren Steuersätzen hinkriegt.

  • " das Schuldenergebnis nach unten korrigiert..."

    Augenwischerei!

    Seit 1945 wurde noch KEIN Pfennig oder gar €- Cent getilgt.

    Die Schulden sind nicht mehr tilgbar.

    Aufhören; nichts geht mehr. Ausser dem Auspressen des Volkes durch Zins und Zinseszinszahlungen an Leute, die das Geld aus dem Nichts erschaffen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%