Drittes Quartal
Öffentliche Schulden erreichen Rekordhoch

Bund, Länder und Kommunen haben mehr Schulden als jemals zuvor angehäuft. Der größter Schuldenmacher: der Bund. Für das zweite Quartal korrigierte das Statistische Bundesamt das Schuldenergebnis allerdings nach unten.
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WiesbadenDie öffentlichen Schulden in Deutschland sind im dritten Quartal dieses Jahres auf die Rekordsumme von 2 Billionen und 27,5 Milliarden Euro gestiegen. Das waren 10,4 Milliarden Euro oder 0,5 Prozent mehr als am Ende des zweiten Quartals 2011 und die höchste Summe seit Bestehen der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Am stärksten stand am Ende des dritten Quartals der Bund mit fast 1,289 Billionen Euro in der Kreide. Das war im Vergleich zum zweiten Quartal ein Plus von 0,4 Prozent oder 5,8 Milliarden Euro. Die Länder waren mit 610,0 Milliarden Euro verschuldet, dies entsprach einer Zunahme um 0,7 Prozent oder 4,2 Milliarden Euro. Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände stieg um 0,3 Prozent oder 400 Millionen Euro auf 128,7 Milliarden Euro.

Bei ihren neuen Berechnungen haben die Statistiker das bislang von ihnen veröffentlichte Schuldenergebnis für das zweite Quartal 2011 auf rund 2 Billionen und 17 Milliarden Euro korrigiert. Ende Oktober war eine Bilanzierungspanne bei der Bad Bank der Hypo Real Estate bekanntgeworden. Das FMS-Wertmanagement hatte zum 30. Juni rund 55 Milliarden Euro Schulden zu viel gemeldet. Die Statistik bildet die Schulden der Kern- und Extrahaushalte von Bund, Ländern sowie Gemeinden und Gemeindeverbänden ab und umfasst auch die Kreditmarktschulden und Kassenkredite. Die Schulden der kommunalen Zweckverbände sowie der gesetzlichen Sozialversicherung sind nicht enthalten. Zum Teil werden aber Kredite bei öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen einbezogen, wie zum Beispiel den Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Braun werden bedeutet nach wie vor keine Gefahr für die Welt. Das hat zwar, als Deutschland noch etwas stärker zu sein glaubte, etliche Kolateralschäden verursacht, jedoch sind die Gefahren des Deutschland-Braunseins für die Welt auf nahezu 0 gesunken, sodaß die herrschenden Gesetze und die Anwendung derer problemlos ausreichen müßten, dieser Quasigefahr Einhalt zu gebieten. Es hat sich ein für alle Mal ausgebraunt. Diejenigen, die immer noch kriminell dagegen handeln, müssen nur mit den Mitteln des Rechtsstaats, wie jeder andere Gesetzesbrecher, zur Rechenschaft gezogen werden. Also, Schluß mit diesen Schagworten und dem Weiterbau eines Popanz!

  • Das alles sage ich auch, geht aber nur, wenn wir dem Staat, den Politikern den Zugriff auf die öffentlichen Gelder endlich nehmen.
    Alle öffentlichen Gelder, also Steuern und Abgaben müssen von einer völlig neutralen Gruppe aus Fachleuten, die nichts mit der Politik zu tun hat, verwaltet werden und den Politikern den einzelnen Ressors auf Antrag zugeteilt wrden.

  • stimmt ebenfalls.
    Jetzt gibt es ja eine neue Behörde zum Kampf gegen Rechts.
    Also wieder hochbezahlte Staatsdiener. Und so geht es in unserem Land munter weiter.
    Ich denke mal, wir werden irgendwann eine Währungsreform bekommen, denn anders kommen wir aus den Schulden nicht raus.
    1923 bis 33 lassen grüßen

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