Drittes Quartal
US-Produktivität überraschend stark gestiegen

Die Produktivität der US-Wirtschaft hat sich im dritten Quartal zwar deutlich abgeschwächt, doch stieg sie stärker als von Analysten erwartet. Zugleich legten die Lohnkosten moderat zu und blieben unter den Prognosen.

HB WASHINGTON. Wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte, stieg die Produktivität der US-Unternehmen zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,9 Prozent nach einem revidierten Plus von 3,9 Prozent im Vorquartal. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg der Produktion je Arbeitsstunde von lediglich 1,6 Prozent vorausgesagt. Der Rückgang der Produktivität könnte für den angespannten Arbeitsmarkt der weltgrößten Volkswirtschaft ein gutes Zeichen sein, da die Unternehmen nun gezwungen sein könnten, mehr Menschen einzustellen.

Die Löhne hielten im Quartal mit dem Produktivitätswachstum knapp Schritt. Die Lohnkosten je produzierter Einheit (Lohnstückkosten) - ein Maßstab für den Einfluss der Löhne auf die Inflationsentwicklung - stiegen um 1,6 Prozent nach revidiert plus 1,0 Prozent im Vorquartal. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten hier mit einem Anstieg um 2,0 Prozent gerechnet. Die gegenüber dem Vorquartal gestiegenen Lohnkosten könnten auf einen begrenzten Inflationsdruck deuten und dürften die US-Notenbank Fed in ihrer Haltung bestärken, die Leitzinsen weiter in einem maßvollen Tempo zu erhöhen.

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