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Düstere Aussichten: Frankreich droht Schrumpfen des BIP

Die Schuldenkrise fordert von Frankreich hohen Tribut. Zahlen des statistischen Bundesamtes signalisieren für November ein trübes Geschäftsklima. Für das vierte Quartal erwarten Volkswirte gar ein Schrumpfen des BIP.

Smart ForTwo Fahrzeuge verlassen ein Montageband im Smart Werk in Hambach, Frankreich. Quelle: AP
Smart ForTwo Fahrzeuge verlassen ein Montageband im Smart Werk in Hambach, Frankreich. Quelle: AP

ParisDie Stimmung der französischen Unternehmen hat sich auch im November eingetrübt. Das Barometer für die gesamte Wirtschaft sackte im November auf 93 von 95 Punkten, wie das nationale Statistikamt Insee am Mittwoch mitteilte. Der Index für die Industrie fiel auf 95 von 97 und damit wie von Experten erwartet.

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„Es zeigt sich einmal mehr, dass sich die Schuldenkrise verschärft und ihren Tribut fordert“, sagte ABN-Amro-Analyst Joost Beaumont. „Wahrscheinlich wird sie Frankreich und die gesamte Eurozone wieder in die Rezession treiben.“

Für düstere Aussichten sorgten auch die Daten des Markit/CDAF-Einkaufsmanagerindexes. Das Barometer für die französische Privatwirtschaft stieg zwar auf 48,7 Zähler, blieb aber unter der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird.

Während sich die Talfahrt bei den Dienstleistern etwa verlangsamte, beschleunigte sie sich in der Industrie. Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson geht davon aus, dass das gesamte Bruttoinlandsprodukt im laufenden vierten Quartal um rund 0,5 Prozent schrumpfen könnte. „Das ist ein ziemlicher Wendepunkt für Frankreich und besorgniserregend, dass so eine große Volkswirtschaft in der Euro-Zone so in die Krise gezogen wird.“

Die Renditen für französische Staatsanleihen stiegen zuletzt merklich, was die Refinanzierungskosten für die Regierung in Paris verteuert. Frankreichs Finanzminister Francois Baroin bekräftigte die Forderung, dass die Europäische Zentralbank als Geldgeber der letzten Instanz eine weitere Ausbreitung der Schuldenkrise verhindern sollte. Die Bundesregierung lehnt es jedoch strikt ab, dass die EZB als Staatsfinanzierer auftritt. Die Notenbank greift Staaten wie Spanien und Italien mit dem Kauf von Staatsanleihen bereits seit dem Sommer unter die Arme.

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