Einfuhr
Importpreise fallen auf 22-Jahres-Tief

Die deutschen Einfuhrpreise sind im Juli um durchschnittlich 12,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. „Dies war der höchste Rückgang seit Februar 1987“, hieß es.
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HB BERLIN. Damals verbilligten sich die deutschen Importe ebenfalls um 12,6 Prozent. Im Juni dieses Jahres hatte das Minus 11,3 Prozent betragen. Grund für den drastischen Rückgang ist vor allem der Preisverfall bei Energieprodukten als Folge der weltweit gesunkenen Nachfrage: Rohöl sowie Benzin, Diesel und andere Mineralölerzeugnisse verbilligten sich um 45,9 Prozent. Erdgas war für 38,8 Prozent weniger zu haben. Auch viele Nahrungsmittel konnten günstiger im Ausland gekauft werden. Getreide kostete 29,0 Prozent und Milchprodukte 14,2 Prozent weniger.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Einfuhrpreise um 0,9 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang von 0,6 Prozent gerechnet. Deutlich billiger wurden auch hier Mineralölerzeugnisse.

Die Importpreise gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preissenkungen kommen in der Regel verzögert bei den Verbrauchern an. Im Juli waren die Kosten für die Lebenshaltung um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken – das war der erste Rückgang seit der Wiedervereinigung. Für August erwarten Analysten ein Minus von 0,2 Prozent. Eine erste Schätzung will das Statistikamt am Donnerstag veröffentlichen.

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