Einkaufsmanager-Index
Dienstleister treten kräftig auf die Bremse

Der Einkaufsmanager-Index für Deutschland signalisiert nur noch ein Mini-Wachstum. Auch der Index für die gesamte Euro-Zone sinkt im März. In beiden Fällen setzen vor allem die Dienstleister ihre Talfahrt fort.
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BerlinDie Geschäfte der Dienstleister in Deutschland sind im März fast zum Stillstand gekommen. Ein rückläufiges Neugeschäft und schrumpfende Auftragsbestände machten den Unternehmen zu schaffen, wie aus der Markit-Umfrage unter etwa 500 Dienstleistern hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Einkaufsmanager-Index fiel überraschend stark auf 50,9 Punkte und lag damit nur knapp über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. "Ingesamt ist zwar wahrscheinlich, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2013 leicht wachsen wird", sagte Markit-Volkswirt Tim Moore. Das Barometer zeige aber unverkennbar, dass sich der Aufwärtstrend in Deutschland wieder stark verlangsamt habe.

In einer ersten Schätzung waren die Markit-Experten noch von einem Rückgang auf lediglich 51,6 Punkte ausgegangen, nach 54,7 Zählern im Februar. Vier von sechs Sparten berichteten von Geschäftszuwächsen, bei Hoteliers sowie Post- und Telekommunikationsdienstleistern ging es dagegen abwärts. "Die Hoffnung, die deutsche Wirtschaft möge von der aktuellen Krise im Euroraum unberührt bleiben, wurde zunichtegemacht durch den ersten Rückgang der Neuauftragszahlen seit drei Monaten", sagte Moore. Das geringe Vertrauen in die Konjunktur dämpfte die Ausgabebereitschaft der Kunden. Bereits seit 13 Monaten schrumpfen die Auftragsbestände der Dienstleister.

Deutschland

Einkaufsmanagerindex (EMI) in der Industrie

von März 2012 bis März 2013 (50 = keine Veränderung)


Die Aussichten für das kommende Jahr beurteilten die Unternehmen jedoch günstiger, das Stimmungsbarometer erreichte sogar den höchsten Stand seit Juni 2011. Die Zahl der Optimisten sei dabei doppelt so hoch wie die Zahl der Pessimisten, schrieben die Experten. "Diese beständige Zuversicht ist neben dem zunehmenden Beschäftigungsaufbau bei den Dienstleistern der positivste Aspekt der aktuellen Umfrageergebnisse", sagte Moore.

Die Geschäfte der Industrie waren im März geschrumpft. Der Composite-Index, der beide Sektoren zusammenfasst, fiel auf 50,6 Punkte von 53,3 Zählern im Februar und erreichte damit den niedrigsten Wert seit drei Monaten.

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Euro-Zone entfernt sich immer weiter von Wachstumsschwelle

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  • Nachdem die Industrieproduktion kräftig schrumpft, sind nun die Dienstleister dran. Die Krise efrisst sich durch die ganze Eurozone. Unaufhaltsam, vgl. www.fortunanetz.de Die eurokritsche Seite hatte das schon lang propagiert. Besserung ist erst in Sicht, wenn die Schwchsten aus dem Euro entlassen werden. Deswegen wählt AfD!

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