Einkaufsmanagerindex auf Tiefststand
Neuer Rückschlag für die US-Wirtschaft

Die US-Wirtschaft bekommt derzeit einen Dämpfer nach dem anderen. Nach Schlägen für den Konsum und den Immobiliensektor, geht jetzt noch ein wichtiger Konjunkturindex in den Keller. Experten sind uneins über die Folgen.
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New York/DüsseldorfÜberraschend starker Dämpfer für die US-Wirtschaft: Die Industrie hat im Mai so stark an Fahrt wie seit Jahren nicht mehr verloren. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2009. Das Barometer sank auf 53,5 von 60,4 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 57,7 Punkte gerechnet. Ab Werten von 50 Punkten wird Wachstum signalisiert. An den Börsen wurden die Daten mit Kursverlusten aufgenommen.

Der Einbruch des Barometers sei so stark wie seit 27 Jahren nicht mehr, sagte Unicredit-Experte Harm Bandholz. Die Schwäche der Industrie sei keine gute Nachricht für die US-Wirtschaft, die im zweiten Quartal möglicherweise weniger stark wachsen könne als bisher angenommen. Zu schaffen machte den Unternehmen der Umfrage zufolge eine deutlich geringere Nachfrage: Das entsprechende Barometer fiel auf 51 Punkte von 61,7 Zählern im Vormonat und signalisierte damit nur noch geringe Zuwächse. In der Folge fuhren die Firmen die Produktion deutlich weniger stark nach oben als im April und stockten ihre Belegschaften mit gedrosseltem Tempo auf.

Bereits einen Tag zuvor waren enttäuschende Konjunkturdaten veröffentlicht worden. Das Konsumklima in den USA trübte sich im Mai unerwartet ein. Der Index für das Verbrauchervertrauen sank deutlich stärker als von Analysten erwartet. Außerdem gab es schlechte Nachrichten vom amerikanischen Immobilienmarkt. Die Preise für Wohnimmobilien sanken in den 20 größten Städten im März um 0,2 Prozent, wie aus dem Index von Standard & Poor's/Case Shiller hervorging. Der Index liegt inzwischen sogar unter dem Tief aus den Zeiten der Finanzkrise, das er im April 2009 markiert hatte.

Die weltweiten Aktienmärkte reagierten heute mit Kursverlusten. Der Dow Jones verlor kurz nach Eröffnung mehr als ein Prozent, auch der DAX rutschte ins Minus. Der Euro konnte von den schwachen US-Konjunkturdaten indes kaum profitieren. Am Nachmittag notierte er knapp über der Marke von 1,44 US-Dollar.

Der Chefvolkswirt der Dekabank, Ulrich Kater, sieht trotz der schwachen Daten keinen Grund in Konjunkturpessimismus zu verfallen. „Die gegenwärtige Tendenz bei den Frühindikatoren in den USA ist auch weltweit zu sehen: die Stimmung bewegt sich von euphorisch hin zu realistisch“, sagte Kater Handelsblatt Online. „Und das heißt, dass in der Weltwirtschaft wie auch in der US-Wirtschaft der Aufschwung weitergeht, und teilweise etwas unter Normalgeschwindigkeit verläuft, aber nicht darauf, dass er rückwärts fährt.“

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  • QE2 war eine Lachnummer,
    ich habe es auf diesen Seiten schon einmal geschrieben.
    Erst nach dem ein ordentliches QE2 aufgelegt worden ist, erst danach, kann über ein sogenanntes QE3 oder wie man es nennen will, gesprochen werden.

    Man kann keine offiziellen Schulden von 14 Bil. haben und inoffizielle 100, und so machen als ob man mit 0,6 die Nation retten kann.


    Damit kann man höchstens die Dummschule beeindrucken.

  • Tja, der Immobilienmarkt ist nach wie vor tot und ohne den geht nix in den USA.
    Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist desolat, in der Industrie schaut´s noch einigermaßen aus.

    QE3 ist in Stein gemeisselt! Und das kommt dieses Jahr noch, vielleicht nicht direkt an QE2, aber dieses Jahr ist es noch soweit!

  • Kleine Randbemerkung,
    wenn ich erst jetzt verkauft hätte, wären es nur noch 220%. Du siehst, ich habe kein Gold gehabt, nein ich habe etwas Gehebeltes dazu besessen.

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