Einkaufsmanagerindex
Industrie stellt erneut mehr Personal ein

Der Aufschwung der deutschen Industrie hat im Mai nochmals an Fahrt gewonnen und zum stärksten Stellenaufbau seit rund fünfeinhalb Jahren geführt.

HB BERLIN. Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg auf 57,0 von 56,7 Punkten im April und damit den höchsten Stand seit dem August des Boomjahres 2000, wie das britische Forschungsinstitut NTC am Donnerstag mitteilte. Damit signalisiert der aus einer Umfrage unter 3000 Firmen ermittelte Frühindikator seit elf Monaten in Folge bessere Geschäfte als im Vormonat. Die Unternehmen fuhren ihren Ausstoß noch etwas stärker als im April nach oben: Der entsprechende Index stieg auf 59,5 von 59,3 Punkten und notierte damit deutlich über der Schwelle von 50 Zählern, ab der er Zuwächse gegenüber dem Vormonat signalisiert.

Die Produktion wurde NTC zufolge in allen vier großen Euro-Ländern hochgefahren, am stärksten in Deutschland, gefolgt von Italien, Frankreich und Spanien. Auch die Neuaufträge legten zu, zum zwölften Mal in Folge. Die Dynamik ließ dabei etwas nach, der Teilindex fiel leicht auf 58,9 von 59,5 Zählern. NTC führte das auf die kräftige Euro-Aufwertung zum Dollar in den vergangenen Wochen zurück. Allein in Spanien wurde eine stärkere Dynamik bei den Export-Bestellungen festgestellt.

Der Auftragsbestand erreichte in der Euro-Zone einen neuen Umfragerekord, der Index kletterte auf 56,4 von 56,0 Stellen. Als Folge stellten die Firmen unterm Strich erneut mehr Personal ein, und zwar in einem Ausmaß wie seit Januar 2001 nicht mehr. Der Teilindex weist mit 52,1 nach 51,8 Punkten allerdings noch immer eine vergleichsweise verhaltene Dynamik aus. NTC zufolge ist für die Zurückhaltung der Firmen mitverantwortlich, dass sie wegen der hohen Energiepreise ihre Gewinnmargen in Gefahr sehen.

So stiegen die Einkaufspreise noch einmal stark an, der Teilindex legte auf 71,1 von 65,5 Punkten im Vormonat zu.

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