Einkaufsmanagerindex September
Deutsche Dienstleister wachsen kräftig

Das Wachstum der Dienstleister in der Euro-Zone hat sich im September erneut etwas abgeschwächt. Das Wachstumstempo rutschte vom Sechs-Jahres-Hoch im Juni auf das niedrigste Niveau seit vergangenem November ab. Der deutsche Dienstleistungssektor expandierte indes weiter kräftig.

HB BERLIN. Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex (EMI) für die deutsche Dienstleistungsbranche stieg leicht auf 54,4 von 54,3 Punkten im August, wie das britische Forschungsinstitut NTC am Mittwoch mitteilte. „Der deutsche Dienstleistungssektor expandierte im September weiter kräftig“, fassten die Forscher das Ergebnis ihrer Umfrage unter 450 Unternehmen der Bereiche Gastgewerbe, Transport, Logistik, Finanzen und Telekommunikation zusammen. „Es gibt Anzeichen dafür, dass sich das Wachstum auf einem vernünftigen Niveau fortsetzen wird“, sagte NTC-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Zum Jahresende werde die Dynamik möglichwerweise noch einmal zulegen, da Verbraucher vor der Mehrwertsteuererhöhung einige Ausgaben vorziehen könnten. „Ich glaube, wir werden im vierten Quartal unter dem Strich ein robustes Wachstum in Deutschland sehen“, sagte der Ökonom.

Der Index blieb wie seit gut drei Jahren über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Im Juni hatte er wegen der Fußball-WM den höchsten Wert seit Umfragebeginn vor neun Jahren erreicht, bevor er im Juli einbrach und im August auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr fiel. Von Reuters befragte Analysten hatten im Mittel für September genau mit einem Anstieg auf 54,4 Punkte gerechnet. Der am Montag veröffentlichte EMI für die Industrie hatte sich ebenfalls stabilisiert und stieg auf 58,4 von 58,3 Zählern.

In der Euro-Zone insgesamt verzeichneten die Dienstleister dagegen eine langsamere Geschäftsdynamik. Der Index sank im September auf 56,7 von revidiert 57,4 Punkten. „Das Wachstumstempo hat sich weiter leicht verlangsamt vom Sechs-Jahres-Hoch im Juni und ist auf das niedrigste Niveau seit vergangenem November abgerutscht, bleibt aber dennoch kräftig und spürbar über dem langfristigen Durchschnitt der Umfrage“, hieß es zu der Umfrage unter 2000 Unternehmen. In Spanien erreichte das Wachstumstempo den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren. In Frankreich und Italien ließ die Dynamik dagegen nach. Analysten hatten vor der Revision im Schnitt einen Rückgang auf 57,0 Punkte erwartet.

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