Einkaufsmanagerindex
Stimmung deutscher Dienstleister im Keller

Die Talfahrt der deutschen Dienstleister hat sich im November wegen der Auftragsflaute abermals beschleunigt. Die Branche blickt zudem so pessimistisch in die Zukunft wie seit mindestens elf Jahren nicht, ihre Geschäfte liefen so schlecht wie zuletzt Mitte 2003.

HB BERLIN. Wie das Forschungsinstitut Markit am Mittwoch zu seiner monatlichen Umfrage unter 500 Firmen mitteilte, sank der Einkaufsmanagerindex auf 45,1 von 48,3 Punkten und lag damit sogar noch niedriger als nach vorläufigen Berechnungen. Erst ab Werten von 50 Punkten wird ein Wachstum angezeitgt.

Schlechter als im Vormonat liefen die Geschäfte in fünf von sechs Sparten, einzige Ausnahme waren die Vermietung und unternehmensnahe Dienstleister. Sorge bereit der Service-Branche vor allem das einbrechende Neugeschäft. Die Aufträge gingen nicht nur den dritten Monat in Folge zurück, es gab sogar das größte Minus seit Juni 2003. Wegen Liquiditätsengpässen verschoben oder stornierten Kunden ihre Aufträge, wie Markit erklärte. Wegen des mangelnden Neugeschäfts schmolz bei den Firmen auch das Auftragspolster so stark zusammen wie seit knapp fünfeinhalb Jahren nicht. Da die Rezession wenig Hoffnung auf schnelle Besserung verspricht, schauen die Firmen so düster in die Zukunft wie nie seit Umfragebeginn Mitte 1997. Am pessimistischsten sind die Hoteliers und Gastronomen.

Insgesamt stellen sich die Dienstleister auf eine längere Durststrecke ein und bauten den zweiten Monat in Folge unterm Strich Arbeitsplätze ab. Zugute kam den Firmen der nachlassende Kostendruck, da sich vor allem die Energiepreise verbilligten. Allerdings gingen auch erstmals seit fast drei Jahren die Angebotspreise zurück, da sich einige Unternehmen wegen der sinkenden Nachfrage und des hohen Wettbewerbsdruck zu Preisnachlässen gezwungen sahen.

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