Einkaufsmanagerindex und Verbrauchervertrauen
US-Konjunkturdaten überraschen

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft ihres Landes ist im Dezember stark gestiegen. Auch der Chicagoer Einkaufsmanagerindex schnellte nach oben. Beobachter ziehen daraus Schlüsse für die künftige Zinspolitik.

HB NEW YORK. Robuste US-Daten im Dezember: Der Index des Verbrauchervertrauens kletterte auf 109,0 von revidiert 105,3 Zählern im November, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit April. Analysten hatten im Schnitt 102,0 Punkten gerechnet. Besonders die höhere Zuversicht über die Lage am Arbeitsmarkt verbesserte das Vertrauen.

„109 Punkte hat so sicher niemand auf der Rechnung gehabt“, sagte Devisenspezialist Christian Pohl von der Essener FXdirect Bank. „Vor allem ist erstaunlich, dass die US-Konsumenten offenbar mehrheitlich auch für die kommenden Monate optimistisch bleiben“, sagte Pohl. Volkswirte hatten lediglich einen Wert von 102 Punten prognostiziert.

Auch der Einkaufsmanager-Index für den Großraum Chicago fiel mit 52,4 Prozent besser aus als erwartet. Volkswirte hatten lediglich mit 50,5 Punkten gerechnet. Werte über 50 Punkten signalisieren ein Wachstum der Branche, Werte darunter ein Schrumpfen. Der Beschäftigungsindex sank hingegen auf 45,8 von 49,4 Zählern im Vormonat. Das Barometer für die Neuaufträge stieg auf 57,8 von 52,0 Punkten. Der Preisindex bleib gegenüber dem Vormonat mit 60,2 Zählern unverändert.

Beobachter sagten, der offenbar nach wie vor gute Zustand der US-Wirtschaft biete für die US-Notenbank (Fed) kaum Anlass die Leitzinsen in der größten Volkswirtschaft der Welt schnell zu senken. Derzeit rechnet jedoch nach wie vor die Mehrheit der Experten mit einer Rücknahme des Zinsniveaus durch die Fed im ersten Quaral 2007. Aktuell liegt der Schlüsselzins für die Versorgung der US-Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bei 5,25 Prozent.

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