Einkaufsmanagerindex
Wirtschaft im Euro-Raum schrumpft im Juni

Die private Wirtschaft in den Euro-Ländern ist im Juni überraschend geschrumpft. Sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern fiel der RBS/Markit-Einkaufsmanagerindex unter die Marke von 50 Punkten, ab der ein Wachstum signalisiert wird.

HB BERLIN. Steigende Energiekosten und die sinkende Nachfrage seien der Grund dafür, wie die Marktforscher von Markit am Montag zu ihrer Umfrage unter 5000 Unternehmen mitteilten. Analysten hatten mit einem leichten Wachstum gerechnet.

Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister fiel von 50,6 auf 49,5 Zähler und damit zum ersten Mal seit fast fünf Jahren unter die Marke von 50 Punkten. Auch für die Zukunft sind die Unternehmen wenig optimistisch.

Der Teilindex für die Geschäftsaussichten fiel von 56,2 auf 54,9 Punkte und damit auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Umfrage vor zehn Jahren. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie sank von 50,6 auf 49,1 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit gut drei Jahren. Auch das Neugeschäft lahmt. Die Aufträge gingen zum dritten Mal in Folge zurück.

"Sowohl im Dienstleistungs- als auch im Industriesektor zeichnen sich in den kommenden Monaten weitere Rückgänge ab", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. RBS-Chefvolkswirt Jacques Cailloux sieht die Europäische Zentralbank (EZB) wegen des sich abzeichnenden schwachen Wirtschaftswachstums in einem Dilemma, weil sich gleichzeitig der Preisdruck verschärfe. "Der unliebsame Kostenanstieg auf das höchste Niveau seit Ende 2000 ist besonderer Anlass zur Sorge", sagte Cailloux.

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