Einzelhandelsgeschäft
US-Weihnachtsgeschäft läuft nur schleppend an

Die US-Einzelhändler stellen sich auf ein mageres Weihnachtsgeschäft ein. Die Einzelhändler rechnen damit, dass die Umsätze um ein Prozent sinken werden. Zugenommen haben dagegen die Käufe über das Internet.
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NEW YORK. Zum Auftakt der für sie wichtigsten Saison des Jahres stiegen die Umsätze zwar im Vorjahresvergleich um 0,5 Prozent auf 10,7 Mrd. Dollar. Das zeigen die vorläufigen Zahlen des Analystenhauses Shopper Track RCT. Doch nach Angaben des Einzelhandelsverbandes NRF gaben die Schnäppchenjäger im Durchschnitt nur 343 Dollar aus – gut 30 Euro weniger als 2008.

Der „Black Friday“ gilt als Indikator dafür, wie sich das Einzelhandelsgeschäft im Dezember entwickelt. Im vergangenen Jahr musste die Branche zum ersten Mal seit rund 40 Jahren Umsatzeinbrüche verschmerzen. Die hohe Arbeitslosigkeit, drastisch gesunkene Häuserpreise, hohe Schulden und weniger Zugang zu Kredit werden wohl auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass sich die Verbraucher weiter zurückhalten. Die Einzelhändler rechnen damit, dass das Weihnachtsgeschäft um ein Prozent sinkt.

Zugelegt haben am Freitag jedoch die Käufe über das Internet. Die Konsumenten gaben 35 Prozent mehr aus als ein Jahr zuvor, ermittelte das Forschungsinstitut Coremetrics. Heute wird der Online-Handel besonders im Focus stehen. Am „Cyber Monday“ bieten eine ganze Reihe von Händlern besondere Angebote beim Internet-Kauf an. Das Online-Geschäft macht nur einen relativ geringen Teil des Gesamtumsatzes aus.

Ein schwacher Einzelhandel belastet den Arbeitsmarkt. Harm Bandholz, Volkswirt der Unicredit, schätzt, dass die Händler im November und Dezember bis zu 150 000 Mitarbeiter weniger einstellen werden. In den letzten zehn Jahren wurden vor Weihnachten 550 000 Leute zusätzlich gebraucht. Das werde die Erholung auf dem Arbeitsmarkt zum Großteil wieder aufzehren.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

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