Einzelhandelsumsätze überraschend gestiegen
US-Konsumenten in Kauflaune

Die US-Einzelhändler haben im Januar überraschend mehr umgesetzt. Nach Angaben des Handelsministerium in Washington hatten sie 0,3 Prozent mehr in den Kassen als im Vormonat. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die weltgrößte Volkswirtschaft.

HB WASHINGTON. Im Dezember gab es noch ein Minus von 0,4 Prozent. Grund für den Anstieg waren vor allem anziehende Autoverkäufe und der steigende Benzinabsatz. Die Aktienmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks reagierten positiv auf die Daten.

Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die weltgrößte Volkswirtschaft, die zu etwa zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängt. Schwache Arbeitsmarktdaten sowie eine deutliche Wachstumsabkühlung hatten die seit Monaten anhaltenden Rezessionssorgen erhöht. „Die US-Konsumenten sind allen Unkenrufen zum Trotz noch immer in Kauflaune“, sagte Postbank-Volkswirt Brian Mandt. Das dämpfe die Angst vor einer Rezession.

Viele Einzelhandelsbranchen mussten allerdings Einbußen verkraften. So sanken die Umsätze in Kaufhäusern um 1,1 Prozent. Für Möbel gaben die Konsumenten 0,5 Prozent weniger aus. Bei Bauzubehör gab es einen Rückgang von 1,7 Prozent. „Alles in allem setzt sich die graduelle Abschwächung des Konsumwachstums fort, ohne dass es zu einem Einbruch kommt“, sagte Patrick Franke von der Commerzbank.

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