Endgültige Zahlen
Verbraucherpreise im November gesunken

Gesunkene Preise für Benzin und Heizöl haben die Haushaltsbudgets der Deutschen im November entlastet: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts gingen die durchschnittlichen Verbraucherpreise um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurück.

HB WIESBADEN. Damit lagen die Preise aber wie im Oktober noch immer um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Jahresinflationsrate nur bei 1,8 Prozent gelegen - damit wirken Mineralölprodukte seit 20 Monaten als Hauptpreistreiber.

Heizöl kostete fast neun Prozent weniger als im Oktober, Kraftstoffe 6,6 Prozent weniger. Hintergrund ist, dass der Rohölpreis im November um fast zehn Prozent gefallen ist, bevor er seit Anfang Dezember wieder deutlich angestiegen ist. Im Vergleich mit dem Vorjahr sieht das Bild erheblich ungünstiger aus: So verteuerte sich leichtes Heizöl um 27 Prozent, für Kraftstoffe waren 8,6 Prozent mehr zu zahlen. Auch Haushaltsenergie verteuerte sich um knapp 14 Prozent, darunter Strom um 4,2 Prozent und Gas um über 15 Prozent.

Auch Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich zum Vorjahr um ein Prozent. Dahinter steht der starke Preisanstieg für Kaffee, der 21 Prozent mehr kostete. Günstiger als vor einem Jahr waren Fernseher, die fast 15 Prozent weniger kosteten. Gestiegen sind dagegen die Pay-TV-Gebühren um 21 Prozent und die Preise für Fußballtickets um fast sechs Prozent.

Der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank maßgebliche Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) sank im Monatsvergleich um 0,5 Prozent und damit etwas stärker als zunächst berechnet. Zum Vorjahresmonat stieg der HVPI um 2,3 Prozent, statt der zunächst gemeldeten 2,4 Prozent.

Ralph Solveen von der Commerzbank sagte, der etwas günstiger ausgefallene deutsche HVPI ändere nichts am Gesamtbild. Die Inflation in der Euro-Zone werde etwa bei 2,3 Prozent liegen. Die EZB strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an und hatte Anfang Dezember den Leitzins um 25 Basispunkte aus 2,25 Prozent erhöht. Bernd Weidensteiner von der DZ Bank sagte, die EZB werde noch einige Sorgen haben, ob sie ihr Inflationsziel erreichen werde.

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