Energie
Agentur senkt Porgnosen für Ölnachfrage

Wie sehr die Weltwirtschaft in der Krise steckt, zeigt auch die schwache Nachfrage nach Öl. Nach darstellung der Internationalen Energieagentur steigt der Verbrauch bis 2014 nur um 0,6 Prozent pro Jahr oder 540 000 Barrel täglich.

HB PARIS. Sollte die Erholung der Wirtschaft länger auf sich warten lassen, könnte die Nachfrage sogar sinken. Die Gefahr von Versorgungsengpässen sei allerdings nicht gebannt, sondern nur verschoben, teilte die IEA mit.

"Ob wir schon Mitte des Jahrzehnts eine Lieferkrise haben oder ob wir noch etwas Puffer haben, hängt größtenteils vom Tempo eines Aufschwungs und von den Maßnahmen der Regierungen zur Energieeffizienz ab", sagte IEA-Chef Nobuo Tanaka. Die IEA ist damit deutlich pessimistischer als im Dezember, als sie noch ein doppelt so starkes Wachstum der Nachfrage vorhergesagte.

Allerdings hat sich inzwischen die Rezession als deutlich schärfer herausgestellt als befürchtet. In vielen Ländern brach die Wirtschaftsleistung zum Jahreswechsel so stark ein wie seit langem nicht mehr, eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Das und der Einbruch des Welthandels lässt die Nachfrage nach Öl stark sinken.

Tanaka zeigte sich zudem besorgt, dass ein zu schneller Anstieg des Ölpreises die Erholung der Wirtschaft behindern könnte. "Wir beobachten das genau." Zwar liegt der Ölpreis derzeit mit knapp 70 Dollar je Barrel nur bei etwa der Hälfte des Rekordniveaus vom vergangenen Jahr. Im Dezember hatte er aber einen Tiefpunkt bei 32,40 Dollar erreicht.

Die Vorhersage der IEA gründe auf der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach die Weltwirtschaft ab 2012 wieder um knapp fünf Prozent jährlich wachse, hieß es. In einem Risikoszenario hält der IWF aber auch ein Wachstum von nur drei Prozent für möglich - in diesem Fall sinkt nach Berechnungen der IEA die Ölnachfrage jährlich um 140.000 Barrel pro Tag.

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