Energie- und Rohstoffkosten belasten
Dämpfer für die China-Optimisten

Gemischte Signale aus der chinesischen Wirtschaft: China hat im Juli einen überraschend hohen Handelsüberschuss erwirtschaftet. Unter dem Strich wurden Waren für 25,3 Milliarden Dollar mehr exportiert als eingeführt. Allerdings machen die steigenden Energie- und Rohstoffkosten dem Land zunehmend zu schaffen. Das sorgt auch an den Börsen für Nervosität.

HB PEKING. Der chinesische Außenhandel hat im Juli nach einer kurzen Schwächephase wieder an Fahrt gewonnen. Der Außenhandelsüberschuss zog im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent an auf 25,3 Milliarden Dollar (16,7 Milliarden Euro).

Wegen der steigenden Energie- und Rohstoffkosten lagen die Importe nach Angaben der chinesischen Zollbehörde um ein Drittel über dem Vorjahresniveau. Zugleich legten aber auch die Exporte um knapp 27 Prozent zu.

Gut lief in den ersten sieben Monaten vor allem das Geschäft mit den Ländern der Europäischen Union: Hier sprang der Handelsüberschuss um ein Viertel auf knapp 87 Milliarden Dollar. Deutlich geringer fiel der Anstieg im Handel mit den USA aus, wo der Überschuss lediglich um 3,8 Prozent auf 92 Milliarden Dollar stieg.

Die chinesische Regierung hatte zuletzt nach einem starken Exporteinbruch im Juni die Steuernachlässe für die strauchelnde Textilexportbranche erweitert. Im Gesamtzeitraum von Januar bis Juli ging der Außenhandelsüberschuss nach offiziellen Angaben um 9,6 Prozent zurück. Er lag in diesem Zeitraum bei 123,7 Milliarden Dollar (82 Milliarden Euro). Die sich abschwächende globale Konjunktur hat die Nachfrage nach chinesischen Exportgütern zurückgehen lassen.

Chinas Börsenkurse auf Talfahrt

In Peking wurden zudem neue Wirtschaftsdaten bekanntgegeben. Demnach hat der Index für die Erzeugerpreise im Juli in China im Vergleich zum Vorjahresmonat um zehn Prozent zugelegt - der bisher höchste monatliche Wert, wie die Zeitung „Shanghai Daily“ berichtete. Die Anleger fürchten offenbar einen lange vorausgesagten post-olympischen Börsenabschwung und eine Abkühlung der Wirtschaft nach Ende des sportlichen Großereignisses.

An der Börse in Schanghai fiel der maßgebliche Composite Index um 5,2 Prozent. Der Index schloss mit einem Minus von 135,65 Punkten bei 2.470,07 Punkten. Das ist der niedrigste Stand seit fast eineinhalb Jahren. Schon am vergangenen Freitag hatten die Wertpapiermärkte in Shanghai und Shenzhen mehr als vier Prozent verloren.

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