Energiepreise belasten
Verbraucherstimmung sackt ab

Die steigenden Energiepreise werden zu einer immer größeren Belastung für die Verbraucherstimmung in Deutschland. Der GfK-Konsumklimaindex ist unerwartet deutlich gesunken. Die Menschen fürchten einen drastischen Verlust ihrer Kaufkraft, heißt es. Das drückt auch die Wachstumsprognose.

HB NÜRNBERG. Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich angesichts ständig steigender Energiekosten und der drohenden Gaspreiserhöhungen im Juni weiter verschlechtert. Nach einem kurzen Zwischenhoch im Frühling beurteilten die Verbraucher nun zum zweiten Mal in Folge die Konjunktur- und persönlichen Einkommensaussichten sowie ihre Anschaffungsneigung skeptischer als im Vormonat, teilte die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihrer aktuellen Konsumklimastudie mit.

Für Juli prognostizieren die Marktforscher daher einen Rückgang des Konsumklimaindex von revidiert 4,7 Punkten im Juni auf 3,9 Punkte. Außerdem korrigierten sie ihre Wachstumsprognose für den privaten Verbrauch zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten nach unten: Statt bisher 1,0 Prozent erwarten die GfK-Forscher nun für 2008 einen Anstieg um nur noch 0,5 Prozent. Ursprünglich war ein Wachstum von 1,5 Prozent erwartet worden.

"Die wiederkehrenden Meldungen über neue Rekordwerte bei Benzin und Diesel verstärken die Furcht der Konsumenten vor dem Verlust ihrer Kaufkraft", sagte GfK-Forscher Rolf Bürkl. Auch die positiven Effekte durch die steigende Beschäftigung verlören "deutlich an Wirkung".

Das dämpft die Bereitschaft für größere Anschaffungen. "Die Verbraucher gehen davon aus, dass sie künftig mehr für ihre Energiekosten aufwenden müssen", sagte Bürkl. "Diese Mittel stehen dann für andere Anschaffungen nicht mehr zur Verfügung."

Auch die Konjunkturaussichten malen die Verbraucher nicht mehr so rosig wie noch vor wenigen Monaten. Die noch immer nicht ausgestandene Finanzkrise und die absehbare Abkühlung der Weltkonjunktur ließen die Deutschen ihren Optimismus verlieren. "Zudem dürfte sich die Exportdynamik aufgrund des anhaltend starken Euro abschwächen", sagte Bürkl.

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