Enormer Export
Aus China kommen positive Konjunktursignale

Gute Nachrichten für deutsche Exporteure: Die jüngsten Konjunkturdaten aus China geben Hoffnung. Vor allem Chinas eigener Export ist unerwartet stark. Auch die jüngsten Zahlen zur Inflation verbreiten Optimismus.
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PekingIn China könnte die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich anziehen. Dafür sprechen Konjunkturdaten, die das Wachstumsland in Fernost am Wochenende veröffentlicht hat. Am auffälligsten hat bereits der Export angezogen, der mit 15 Prozent im Jahresvergleich deutlich stärker gestiegen ist, als Experten es vorher erwartet hatten. „Unverhofft gute Handelsdaten verringern tendenziell die Sorge um sinkendes Wachstum“, kommentiert Ökonom Yu Song von Goldman Sachs.

Besonderes Augenmerk galt am Wochenende auch der Inflation, die mit drei Prozent im Mai besonders niedrig ausgefallen ist. Das weckt Hoffnung darauf, dass Peking die Geldschleusen schon bald wieder öffnet, um dem zuletzt schwachen Wachstum aufzuhelfen. „Die geringere Inflation gibt China Raum, an den Konjunkturhebeln zu ziehen, um Wachstum zu schaffen“, sagt Ökonom Zhang Liqun vom Institut für  Entwicklungsforschungsforschung des Staatsrates.

Sowohl die Privatleute als auch die Industrie stehen in China bereit, mehr Geld auszugeben – es hängt nun im Wesentlichen vom Staat ab, ob er wieder mehr Kredite freigibt. Ein erstes Signal hat die Zentralbank am Donnerstag durch eine Senkung des Leitzinses gesendet. Hintergrund waren insgesamt schwache Daten im ersten Quartal. „Wir erwarten eine effektivere Stützungaktion noch im Juni, um die Nachfrage anzukurbeln“, notieren Analysten von Barclays Capital. Nachdem das Wachstum im ersten Quartal bei 8,1 Prozent lag, soll es im Jahresverlauf wieder anziehen.

Im Mai ist auch die Industrieproduktion in China mit 9,6 Prozent wieder schneller gewachsen als im Vormonat. Besonders auffällig ist hier die Rückkehr der Autohersteller ins Plus, die sich im vergangenen Jahr noch schwer getan hatten, den Absatz zu steigern. Ihr Ausstoß hat im Vorjahresvergleich um 18,5 Prozent angezogen.

In diesen Zusammenhang fällt wohl auch die Ankündigung des neuen China-Vorstands von VW, Jochem Heizmann, die Produktion dort kräftig auszubauen. „Bis 2018 werden wir unsere Produktionskapazität im Land auf vier Millionen Fahrzeuge erhöhen“, sagte Heizmann dem „Focus“. Bislang war von drei Millionen Fahrzeugen bis 2014 die Rede.

Finn-Robert Mayer-Kuckuk
Finn Mayer-Kuckuk
Handelsblatt / Korrespondent Peking

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  • Ich will Kommunismus !
    Während im Westen das kapitalisitische Wirtschaftsmodell in den letzten Zuckungen liegt, alles pleite ist und die "Märkte" den Regierungen diktieren, was sie tun sollen, herrscht in China Wohlstand und Wachstum. 8 % Wirtschaftswachstum in China wird im Westen dann schon als "Krise in China" gefeiert, während man selbst schon über 2 % froh wäre.
    Es zeigt sich seit mehreren Jahren, welches Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell nachhaltig das bessere ist.

  • Na was denn nun?
    Sind die Chinesen nun Pleite, wie erst vor Tagen berichtet, oder stehen sie in voller Blüte?

    Hat denn niemand dieser (Ab)schreiberlinge hier die Einsicht, dass alles was über China veröffentlicht wird, exakt dem entspricht, was die dortige Regierung veröffentlicht und zum Lesen hergibt?

    So lange sich hier in der Redaktion niemand findet, der über solche Länder wirklich Bescheid weiß und dort längere Zeit gelebt hat, sollte sich besser um Dinge kümmern, von denen er wirklich was versteht! Das gilt auch für die Berichterstattung über Indien und andere Länder über die Jurnalistentölpel so gut wie nichts wissen!

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