Entscheidung war erwartet worden
EZB lässt Leitzins unverändert

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Euro-Zone wie an den Finanzmärkten erwartet unverändert gelassen. Der für die Refinanzierung der Geschäftsbanken maßgebliche Schlüsselzins betrage weiterhin 2,00 %, teilte die EZB am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Eine Pressekonferenz mit EZB-Präsident Wim Duisenberg ist nicht vorgesehen. Die EZB kündigte jedoch für 15.00 Uhr eine Mitteilung über ihre Empfehlung zur Ernennung von Frankreichs Notenbankchef Jean-Claude Trichet zum neuen Präsidenten der EZB an. Zudem werde eine Stellungnahme zum Urteil im Prozess um die Zuständigkeit der EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF für die EZB veröffentlicht.

Die Notenbank hatte im Juni den Leitzins um 50 Basispunkte auf einen historischen Tiefstand von 2,00 % gesenkt. Seit Dezember hat die EZB die Bankenrefinanzierung um insgesamt 1,25 %punkte verbilligt, da die schwache Konjunktur und der kräftige Euro-Kursanstieg das Preisniveau dämpfen. Zwar war an den Finanzmärkten für diese Woche keine Zinssenkung erwartet worden, doch viele Analysten rechnen mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung später im Jahr. Sie begründen ihre Erwartung damit, dass die Konjunktur sich nicht wie von der EZB erwartet noch in diesem Jahr erholen und der Euro zu einem neuen Höhenflug ansetzen wird.

Die Zentralbank ließ auch den Zinskorridor für den Geldmarkt unverändert. Die Sätze dafür betragen weiterhin 1,00 % für Übernachteinlagen der Banken bei der EZB und 3,00 % für Übernachtkredite.

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