Erhöhung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat: Gesundheitsreform lässt Verbraucherpreise ansteigen

Erhöhung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat
Gesundheitsreform lässt Verbraucherpreise ansteigen

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Verbraucherpreise über ein Prozent gestiegen, was laut dem Statstischen Bundesamt auf die Auswirkungen der Gesundheitsreform zurückzuführen ist. Weiterhin fielen die Zuzahlungen der gesetzlich Krankenversicherten ins Gewicht.

HB WIESBADEN. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Verbraucherpreise im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 % gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2003 ergab sich eine Erhöhung um 0,1 %. Als Grund für diese Entwicklung nannte das Statistische Bundesamt die Auswirkungen der Gesundheitsreform der Bundesregierung. Doch auch ohne Berücksichtigung der Ausgaben für die Gesundheitspflege habe sich der Gesamtindex im Januar um 0,6 % erhöht, hieß es. Besonders fielen die Zuzahlungen der gesetzlich Krankenversicherten für pharmazeutische Erzeugnisse, Medikamente und therapeutische Geräte sowie der Gesundheitsdienstleistungen ins Gewicht.

Kompensiert wurden die Auswirkungen der Gesundheitsreform durch rückläufige Preise für Mineralölprodukte und gegenläufige saisonbedingte Preisentwicklungen für Pauschalreisen und Ferienwohnungen: Im Jahresvergleich sanken sowohl die Preise für leichtes Heizöl (- 7,5 %) als auch die Kraftstoffpreise (- 2,9 %, darunter Diesel: - 3,1 %). Ohne Mineralölerzeugnisse wäre der Gesamtindex im Januar 2004 gegenüber Januar 2003 um 1,4 % gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Im Vormonatsvergleich dagegen kostete leichtes Heizöl 1,6 % mehr und auch die Kraftstoffpreise stiegen gegenüber Dezember 2003 leicht (+ 0,7 %) an. Der Gesamtindex wäre gegenüber Dezember 2003 ohne Einrechnung der Mineralölerzeugnisse unverändert geblieben, hieß es weiter.

Die Preise für Pauschalreisen und Ferienwohnungen verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,1%  bzw. 3,9% . Im Vergleich zum Vormonat waren saisonbedingt deutliche Preisrückgänge zu beobachten (- 26%  bzw. - 37,8% ). Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Januar 2004 gegenüber Januar 2003 um 1,5 %. Die Verbraucher mussten binnen Jahresfrist mehr für Gemüse (+ 8,3% ), Bienenhonig (+ 23,7 %) sowie Süßwaren (darunter: Vollmilchschokolade: + 6,8 %) ausgeben. Rückläufig waren die Preise für Kaffee, Tee und Kakao (- 1,8 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (-0,5 %). Im Vergleich zum Dezember 2003 verteuerten sich Nahrungsmittel saisonüblich bei Obst (+ 4,7 %;, darunter: Weintrauben: + 27,5 %) und Gemüse (+ 5,6 %, darunter: Kopfsalat: + 45,6 %; sowie Eisbergsalat: + 40,6 %). Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung unter anderem für Informationsverarbeitungsgeräte (-20,3 %), Foto- und Filmausrüstungen (- 7,5 %) sowie Telefon- und Telefaxgeräte (- 6,4 %). Mehr als im Vorjahr mussten die Verbraucher für Haushaltsenergie (darunter: Strom + 4 %, Gas + 1,7 %) ausgeben. Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Januar 2004 gegenüber Januar 2003 um 1,3 %; erhöht. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1 %&.

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