"Erholung wird sich leicht verstärken"
Ifo: Aufschwung in Europa gewinnt an Fahrt

Der Konjunkturaufschwung in Europa gewinnt nach Einschätzung des Ifo-Instituts trotz der hohen Ölpreise langsam an Fahrt. „Die konjunkturelle Erholung wird sich in den nächsten Monaten leicht verstärken“, sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn am Dienstag in München. Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone sei im Juli auf 96,6 von 89,8 Punkten im Vorquartal gestiegen, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Dienstag mit.

HB BERLIN. Dabei sei von den rund 330 befragten Konjunkturexperten internationaler Unternehmen und Instutionen vor allem die gegenwärtige Lage deutlich günstiger beurteilt worden. Der entsprechende Teilindex kletterte auf 76,6 von 63,6 Punkten. Auch die Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate schätzen die Befragten besser ein: Der Teilindex stieg in der Juli-Umfrage auf 113,2 von 111,6 Punkten.

Das Ifo-Institut ermittelt das Wirtschaftsklima für den Euro-Raum vier Mal im Jahr durch die Befragung von mehr als 330 Experten aus multinationalen Unternehmen und Instituten. Der Geschäftslage-Index stieg im Juli von 63,6 auf 76,6 Punkte. Der Indikator für die Erwartungen legte deutlich langsamer von 111,6 auf 113,2 Punkte zu. Daher rechnen die Experten auch nur mit einer leichten Beschleunigung des Aufschwungs. „Da hat sicher der hohe Ölpreis eine Rolle gespielt“, sagte ifo-Chefvolkswirt Gernot Nerb. Unter diesen Voraussetzungen sei es aber erstaunlich genug, dass beide Indikatoren gestiegen seien.

„Die konjunkturelle Erholung wird sich in den nächsten Monaten leicht verstärken“, zog das Ifo als Fazit aus der Umfrage. Innerhalb des Euroraums wird die gegenwärtige Wirtschaftslage laut Sinn in Irland, Spanien und Finnland weiterhin sehr positiv eingeschätzt. Auch in Griechenland, Belgien und Österreich hellte sich die Stimmung auf. „In den Niederlanden, Portugal, Deutschland und Italien wurde die aktuelle Wirtschaftslage von den Experten zwar günstiger als im April, aber immer noch deutlich schlechter als im Durchschnitt des Euroraums bewertet“, berichtete Sinn weiter.

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