Erneut Kandidat abgelehnt
Japans Notenbank droht Machtvakuum

Inmitten der Krise an den internationel Finanzmärkten droht Japans Notenbank ein Machtvakuum: Japans Demokraten haben erneut einen Regierungskandidaten für die Zentralbankführung abgelehnt.

HB TOKIO. Es gebe Befürchtungen, dass Koji Tanami nicht in der Lage sei, angesichts der internationalen Finanzmarktkrise Entscheidungen zu treffen, sagte der Generalsekretär der Demokratischen Partei, Yukio Hatoyama. Die Demokraten kontrollieren gemeinsamen mit anderen Oppositionskräften das Oberhaus des Parlaments.

Damit lehnte die Partei erneut den Vorschlag der Regierung ab, nachdem vergangene Woche schon der Toshiro Muto nicht akzeptiert worden war. Die Nominierung des Zentralbankchefs muss vom Parlament abgesegnet werden.

Nun droht der Notenbank der zweitgrößten Volkswirtschaft mitten in der internationalen Kreditkrise ein Machtvakuum. Der bisherige Notenbankchef Toshihiko Fukui wird am Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) sein Amt verlassen. Die Regierung könnte nun einen Interims-Gouverneur einsetzen. Beobachter rechnen allerdings damit, dass die Zentralbank dann zunächst keine langfristigen Entscheidungen treffen würde.

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