Erstes Halbjahr 2006
Steuern und Sparkurs lassen Defizit sinken

Wegen der kräftig sprudelnden Steuereinnahmen haben Bund, Länder und Gemeinden in Deutschland im ersten Halbjahr höhere Einnahmen erwirtschaftet, während sie gleichzeitig weniger ausgaben. Dadurch hat sich das Defizit der öffentlichen Haushalte von Januar bis Juni mehr als halbiert.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, betrug das Defizit nur noch 29,1 Milliarden Euro im vergleich zu 64 Milliarden Euro im Vorjahreshalbjahr. Die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen seien um 6,5 Prozent auf rund 470 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig hätten die öffentlichen Kassenwarte knapp 500 Milliarden Euro ausgegeben - 1,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2005.

Mit einem Plus von 7,8 Prozent legten die Einnahmen des Bundes am kräftigsten zu. Ursachen dafür sind vor allem die stark gestiegene Steuereinnahmen, die um rund neun Prozent zulegten, sowie die Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut.

Die gesetzliche Sozialversicherung fuhr in den ersten sechs Monaten einen Finanzierungsüberschuss von 8,6 Milliarden Euro ein, nachdem sie im Vorjahreshalbjahr noch ein Defizit von rund sieben Milliarden Euro aufwies. Die öffentlichen Kassen deckten ihr Defizit im ersten Halbjahr durch die Aufnahme von Kredite in Höhe von netto 15,2 Milliarden Euro und sonstige Finanzierungen - darunter vor allem Kassenkredite - von rund 14 Milliarden Euro.

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